Kurz nach 16 Uhr ist der Wettkampf beendet. In den vorher extrem angespannten Teilnehmergesichtern hat sich Erleichterung breit gemacht. Bierflaschen werden geöffnet und getrunken. Kleine Gruppen bilden sich, die die eigenen und anderen Modelle kritisch begutachten. 12 sind fertig geworden. Genauer gesagt: Alle Schrauben sind drin. Bei einem Schweizer geschah das in der allerletzten Sekunde. Der heute Vormittag führende Südtiroler musste aufgrund ungenauer Aufrisse einige Nachschnitte machen und fiel dadurch zurück.
Wer jetzt aber nun vorne liegt, kann niemand beantworten. Die Schweiz, Frankreich, Dänemark und Deutschland werden als Favoriten genannt, wenn man danach fragt. Eine genaue Prognose möchte aber niemand wagen. Zwar beeindrucken manche Ergebnisse durch eine extreme Passgenauigkeit, aber bei Europameisterschaften kommt vor alle auf die richtigen Maße an. Und ob die richtig sind, ist mit dem Auge nicht beurteilbar. Da wird die Jury nun in den nächsten Stunden genau nachmessen und dann ihre Punkte vergeben. Bekanntgeben wird sie das Ergebnis dann morgen Vormittag um 10 Uhr.
Die deutschen Teilnehmer sind zufrieden und zuversichtlich. York Niklas Petersens Modell beeindruckt durch eine hohe Passgenauigkeit. „Die vielleicht beste Arbeit, die ich überhaupt je gemacht habe", sagt er. Ein möglicher Europameister? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Als Mannschaft hat Deutschland aber gute Chancen, morgen auf dem Siegertreppchen stehen. Auf alle Fälle: Alle Teilnehmer dieser Europameisterschaft haben toll gekämpft, in den 22 Arbeitsstunden Phantastisches geleistet und alle können stolz auf ihre Ergebnisse sein. Wie heißt es so schön: Dabei sein ist alles!



mikado 5.2012

