Die Sanierungsarbeiten am Amtsgericht in Hannover sind abgeschlossen. Das städtebaulich, geschichtlich und künstlerisch wertvolle Kulturdenkmal ist geprägt von barocken Fassaden und einer imposanten Eingangshalle sowie vor allem von einer abwechslungsreichen Dachlandschaft aus Mansard- und Steildächern. Mit Firsthöhen bis 35 m überschreiten einige Dächer des Gebäudes die Hochhausgrenze.
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Da das Gebäude in einer stark frequentierten Zone steht, war eine Herausforderung neben der Wiederherstellung der Ästhetik und Funktion vor allem die Sicherheit des großen Daches. Für die hohen und exponierten Ziegeldächer des Gebäudes wählte man verfalzte und sehr hoch profilierte Klosterziegel aus der Produktlinie Koramic Manufaktur von Wienerberger. Die sogenannten kombinierten Mönch-Nonnen-Ziegel bieten ohne Vermörtelungen weitgehend die gleiche Optik wie einst die Mönch-Nonnen-Deckung. Die schweren Ziegel sind an den Mansarden einzeln verschraubt und auf den Hauptdächern nach den Regeln der Technik sturmsicher geklammert. Alle innen liegenden Dächer des Gerichtsgebäudes erhielten eine Dachdeckung aus Hohlfalzziegeln Cavus 14. Der technisch ausgereifte, moderne Hohlfalzziegel, der mittlerweile mit der systemintegrierten Sturmklammer Sturmfix ausgerüstet ist, basiert auf dem historischen Hohlziegel.
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mikado 1-2.2012



