Aus ca. 6000 Douglasienholz-Stäben bestand der Pavillon „Echolot" der FH Koblenz auf der Bundesgartenschau 2011. Da die BUGA den Lebensraum der Fledermäuse beeinträchtigt hatte, entwarf der Fachbereich Bauwesen den Pavillon nach den Prinzipien der Bionik. Der Grundriss der Struktur bildet den Schalldruckpegel der Ortungsrufe des „Abendseglers", einer einheimischen Fledermausart. Aus dem Grundriss modellierten die Studenten mit dem Programm „Easy" eine doppellagige Hänge-Stützform. Sie zerlegten die Hängeform durch parallele Schnitte in drei Ebenen, die jeweils im Winkel von 60° zueinander stehen. So entstanden räumlich stabile Dreiecks- und Sechseckraster. Die erzeugten Zuschnittlinien importierten die Studierenden über die dxf-Schnittstelle in RSTAB. In jeder Schnittebene erfolgte dann die Generierung eines Stabnetzes, bestehend aus Obergurt, Untergurt und diagonalen Füllstäben. Nach der Bemessung übergaben die angehenden Ingenieure jede der ca. 100 Schnittebenen von der Software per dxf an Nemetschek Allplan, die dann die Ausführungsplanung erstellten. Das Modell bearbeiteten die Studierenden im Visualisierungsprogramm Cinema 4D grafisch weiter. Die Wahl des Materials der Tragkonstruktion fiel auf Holz. Es ist recycelbar und weist eine positive Öko-Bilanz auf. Zudem wollten die Studierenden die Konstruktion selbst montieren und demontieren.



mikado 5.2012

