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11. Europäischer Kongress (EBH): Städte wachsen weniger

Der Dom ist das Wahrzeichen der Stadt Köln und Anziehungspunkt für zahlreiche Touristen (Foto: Rike / pixelio.de)

 

„Städte werden nicht mehr so stark weiter wachsen.“ Martin Langen (B+L Marktdaten GmbH) überraschte mit dieser Einschätzung die Teilnehmer am 11. Europäischen Kongress (EBH) von forum-holzbau. Rund 600 Gäste waren am 16./17. Oktober 2018 nach Köln gekommen, um sich über die Trends im urbanen Holzbau zu informieren. Bei diesen Trends traute sich Martin Langen aufgrund seines Zahlenmaterials auch mal unübliche Prognosen zu machen. Beispielsweise geht er davon aus, dass der Zuzug aus dem europäischen Ausland künftig geringer ausfallen wird. „Immer weniger Menschen wollen aus Rumänien, Ungarn oder Polen weg. Warum auch, es läuft in diesen Ländern wirtschaftlich doch immer besser. Ich glaube: Wir werden bis 2030 einen Rückgang sehen und wir werden einen Rückgang der Immobilienpreise in der Stadt erleben.“ Beim Preisniveau schränkte Langen jedoch ein, dass er einen sehr moderaten Rückgang erwarte und den auch nur für hochpreisige Wohnungen. Günstiger Wohnraum bleibt Mangelware.

Martin Langen prognostizierte für hochpreisige Immobilien einen leichten Preisrückgang (Foto: mikado)

Niederlande machen Wohnen bezahlbar

Wie die Niederlande bezahlbare Wohnungen möglich machen, zeigte Carl Smeets (bpd bouwfonds property development). Beispielsweise mit weniger Bürokratie. Statt 5000 regeln dort jetzt nur noch 350 Paragraphen im sog. „Umgebungsgesetz“ das Planen. Bauanträge werden digital eingereicht. Eine einzige Genehmigungsstelle entscheidet dann darüber. Damit dauern Genehmigungsverfahren meist nur wenige Tage. Zudem verzichten die Niederlande auf die Grunderwerbssteuer. Während in Deutschland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent Grunderwerbssteuer fällig werden, ist der Kauf einer Neubauimmobilie im Nachbarland davon befreit. Einen ausführlichen Bericht zum 11. EBH lesen Sie in der Dezemberausgabe der mikado.

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