Forschung verbindet

Eine Gruppe von Forschern der TU Chemnitz untersuchte, wie man WPC-Bauteile in einem industriellen Hängefördersystem am besten befestigen kann (Foto: Professur Förder- und Materialflusstechnik, TU Chemnitz / A. Schmieder)

 

Wood-Polymer-Composite (WPC) besteht zu einem großen Anteil aus Holzfasern und zu weiteren Teilen aus Kunststoff. Der Werkstoff kommt vor allem bei Fassadenelementen, Terrassendielen, Innenbauteilen von Autos oder Zäunen zum Einsatz. Doch spielte er bislang trotz seiner guten mechanischen Eigenschaften in technischen Anwendungen mit dynamischen Belastungen kaum eine Rolle.

Die technische Universität Chemnitz will dem Werkstoff neue technische Anwendungsbereiche erschließen. Nun hat eine Gruppe von Forschern an einer angepassten und wieder lösbaren Verbindungstechnik für WPC geforscht und die Ergebnisse veröffentlicht. Sie konnten nachweisen, dass Quergewindebolzen besser zur Befestigung von WPC-Trag- und Gleitelementen eines Hängefördersystems geeignet sind als Gewindeeinsätze, Metall- bzw. Hohlraumdübel oder Messinginserte. Die Bolzen ermöglichen laut den Forschern bessere Kennwerte bei der Auszugkraft, eine leichtere Montage und eine Materialreduktion.

Das Forschungsvorhaben wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) gefördert. Der Abschlussbericht steht auf der Webseite des FNR unter dem Förderkennzeichen 22001814 zur Verfügung. In einem aktuellen Folgeprojekt untersuchen die Forscher nun das Langzeit- und Ermüdungsverhalten der WPC-Komponente im Hängefördersystem inklusive der technisch vorteilhaften Verbindungstechnik.

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