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Frankreich steht auf Holz

Über 1500 Teilnehmer kamen zum neunten französischen Holzbau-Forum nach Nancy (Foto: mikado)

 

Das französische Holzbau-Forum „Forum Bois Construction (FBC)“ gastierte vom 3. bis 5. April 2019 in Nancy. Über 1500 Teilnehmer nahmen an der dreitägigen Veranstaltung im modernen „Palais des Congrès Centre Prouvé“ im Zentrum der Stadt teil. Die Vorträge waren in verschiedene Themenblöcke gegliedert. Sie behandelten unter anderem den städtischen und mehrgeschossigen Holzbau, die Vorfertigung, den Bau von Schulgebäuden, die Digitalisierung des Holzbaus sowie den sozialen und umweltverträglichen Wohnungsbau. Dem zweitägigen Hauptkongress am 4./5. April ging eine Prologveranstaltung in Epinal, dem Sitz der Holzfachschule Enstib, voraus. Sie bot den Teilnehmern neben einigen Vorträgen auch die Erkundung einiger Holzbau-Projekte in der Umgebung von Epinal und Nancy an. Begleitend zum Kongress präsentierten sich zahlreiche Unternehmen den Besuchern auf einer hauseigenen Messe.

Florian Mahler präsentierte den Besuchern das Projekt „Sensations“ aus Straßburg (Foto: mikado)

Florian Mahler vom Ingenieurbüro Ingénierie Bois präsentiere das Projekt „Sensations“. Der Gebäudekomplex in Straßburg besteht aus mehreren Teilen und bietet Platz für insgesamt 146 Wohnungen. Ein elfgeschossiger Wohnturm, der bis auf das Fundament und die Treppen, zu 100 Prozent in Holzbauweise errichtet wurde, bildet das Zentrum des Projekts. Der 38 Meter hohe Turm ist zurzeit das höchste Holzgebäude seiner Art in ganz Frankreich.

Vom Güterbahnhof zum Einkaufszentrum

Vom Güterbahnhof zum Einkaufszentrum: Charline Lefevre berichtete über das den Umbau des Gare Maritim in Brüssel (Foto: mikado)

Wie ein ehemaliger Güterbahnhof in ein Einkaufs- und Veranstaltungszentrum umgebaut werden kann, präsentierte Charline Lefevre vom Architekturbüro Ney & Partners. Zwölf viergeschossige Gebäude entstehen derzeit auf dem Areal des ehemals größten Güterbahnhofs Europas in Brüssel, dem Gare Maritim. Das Projekt besteht aus insgesamt zwei Phasen: In der ersten konzentrierten sich die Arbeiten auf die Renovierung der bestehenden Struktur. Das Holz der Bestandsgebäude war teilweise über 100 Jahre alt und musste ersetzt werden. Dennoch war das Ziel der Architekten so viele Holzteile wie nur möglich zu behalten. Anschließen wurde mit dem Bau der neuen Gebäude im Innenraum begonnen. Auf einer Fläche von 45 000 m² verbaut das Holzbauunternehmen Züblin Timber aus Aichach rund 53 000 m² Brettsperrholz. Bis Ende 2019 soll der Holzbau fertigstellt sein. Mehr zum Projekt Gare Maritim lesen Sie in der Juni-Ausgabe der mikado.

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