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Gemeinsam die Zukunft stemmen

Keine Angst vor Zahlen. Der Schwerpunkt des nächsten Seminars der jungen Holzbauunternehmer in Hannover wird das Thema Betriebswirtschaft sein (Foto: Holzbau Deutschland)

 

Nach dem sehr erfolgreichen Seminar für junge Holzbauunternehmer im vergangenen Jahr in Freiburg wird Holzbau Deutschland das Seminar auch im Jahr 2019 wieder durchführen. Die Seminarreihe richtet sich vornehmlich an junge Holzbauunternehmer, die gerade in der Gründungsphase sind, und an junge Meister oder Ingenieure, die sich auf die Übernahme eines Betriebes vorbereiten. Die Tagung wird vom 15. bis 16. März 2019 in Hannover stattfinden und schwerpunktmäßig betriebswirtschaftliche Themen behandeln. Gastgeber ist jeweils ein Landesverband, der die jungen Holzbauunternehmer einlädt. Damit das Kennenlernen und der Spaß nicht zu kurz kommen, gibt es stets ein spannendes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

Beim Seminar 2018 in Freiburg wählten die jungen Holzbauunternehmer und Holzbauunternehmerinnen ein Sprecherteam. Gut ein Jahr im Amt ist Grund genug, sich mit der Sprecherin Julia Rank und den stellvertretenden Sprechern Marcel Mohr und Maximilian Merk zu unterhalten.

Für alle, die das Seminar für junge Holzbauunternehmer noch nicht kennen. Wer oder was sind die jungen Holzbauunternehmer?

Maximilian Merk: Die jungen Holzbauunternehmer sind  angehenden Führungskräfte, die gerade dabei sind Verantwortung in einem Unternehmen zu übernehmen oder bereits in die Führung eines Unternehmens eingestiegen sind. Für uns ist es wichtig, uns mit anderen jungen Holzbauunternehmern über spannende Themen, wie zum Beispiel Digitalisierung, Betriebswirtschaft oder Prozesse auszutauschen. Das richtig Gute an unseren Treffen ist, dass sich die Teilnehmer in kürzester Zeit sehr offen über aktuelle Herausforderungen und Strategien unterhalten, wie wir gemeinsam die Zukunft des Holzbaus mitgestalten können.

Ihr trefft euch jedes Jahr und jedes Jahr gibt es ein Schwerpunktthema. In diesem Jahr steht die Betriebswirtschaft im Mittelpunkt Eures Seminars. Wer sollte eurer Meinung nach unbedingt an dem Seminar teilnehmen? Wer kann davon profitieren?

Julia Rank ist Sprecherin der Jungen Holzbauunternehmer (Foto: Julia Rank)

Julia Rank: Die betriebswirtschaftliche Führung ist die Grundlage unseres tagtäglichen Handelns. Da sollte man als junger Holzbauunternehmer gesattelt sein und Bescheid wissen. Bei unserem Seminar haben wir je nach betriebswirtschaftlicher Vorerfahrung eine parallel laufende Workshop-Reihe entwickelt. So kann sich jeder Teilnehmer individuell nach seinem Wissensstand informieren und sich mit den Referenten austauschen. Ziel ist es einen strukturierten Überblick zu vermitteln und so dem Thema Betriebswirtschaft sicher und verantwortungsvoll zu begegnen: Unwissenheit schafft Angst und Angst ist der schlechteste Berater! Das wollen wir mit unserem Seminar ändern und offene Themen in die Hand nehmen.

Die Veranstaltung heißt Seminar für junge Holzbauunternehmer. Das klingt nach Altersbegrenzung. Wer darf an den Seminaren teilnehmen?

Julia Rank: „Jung“ zielt primär nicht auf das Alter ab, sondern auf den Stand der eigenen Entwicklung im Unternehmen. Bin ich erst seit kurzem als Nachfolger im Unternehmen aktiv, dann bin ich bei den jungen Holzbauunternehmern richtig. Die Altersgrenze von 35 Jahren haben wir anhand des durchschnittlichen Übergabealters festgesetzt.

Welche Rolle spielt bei euch der gemeinsame Austausch bei diesen Treffen? Wie ist eure Erfahrung, bleiben die Teilnehmer auch weiter in Kontakt?

Marcel Mohr schätzt den Austausch in der Gruppe (Foto: Marcel Mohr)

Marcel Mohr: Der gemeinsame Austausch spielt eine sehr große Rolle! Jeder kann sehr viel von den Erfahrungen und Fehlern der anderen lernen und dies in einer Vielfalt, wie es auf keinem Seminar gebündelt angeboten werden kann. In der Gruppe sind wir kreativ und zusammen können wir schon begonnene Denkprozesse weiterdenken.

Julia Rank: Heutzutage können Seminarinhalte auch im Web über sogenannte Webinare oder anhand anderer digitaler Medien vermittelt werden. Das ist sicherlich praktisch und flexibel, aber wir sollten uns auch bewusst sein, was wir dafür verlieren und aufgeben. Das sind nämlich „echte Erfahrungen“. Wenn wir vor Ort zusammenkommen, kommunizieren wir ganz anders.

Beim Seminar in Freiburg 2018 habt ihr euch mit der Digitalisierung im Holzbau beschäftigt. Hat euch die Veranstaltung persönlich weitergebracht? Habt Ihr bereits in euren Unternehmen die betrieblichen Abläufe an die Digitalisierung angepasst?

Marcel Mohr: Persönlich hat mir das Seminar einen Weitblick gebracht, was in anderen Regionen Deutschlands und in anderen Betrieben so läuft. Ich konnte die Motivation mit nach Hause nehmen, um Prozesse zu überdenken und ins Digitale Zeitalter weiterzudenken.

Könnt ihr uns einen Ausblick in die Zukunft geben? Was habt ihr für die nächsten Jahre vor.

Maximilian Merk will Herausforderungen gemeinsam meistern (Foto: Maximilian Merk)

Maximilian Merk: Gemeinsam mit unserer Sprecherin Julia und meinem Partner Marcel wollen wir unseren Beitrag für eine starke, digitalisierte und vor allem vernetzte Plattform leisten. Die kommenden Herausforderungen in der Bauwirtschaft, wie Digitalisierung, Fachkräftemangel und immenser Nachfrage können die „Jungen Holzbauunternehmer/innen“ als auch die gesamte Bauwirtschaft nur gemeinsam meistern.

Julia Rank: Wir haben uns im Vorfeld mit den Landesverbänden vernetzt und arbeiten gemeinsam mit Holzbau Deutschland an den Inhalten zur Nachfolgegestaltung im Bereich Holzbau. Prinzipiell möchten wir die Vernetzung untereinander weiter fördern. Mit Kreativität und neuen Ansätzen sollen die Holzbaujunioren zu einer lebendigen Gemeinschaft heranwachsen.

Marcel Mohr: Im Moment arbeiten wir an einem 5-Jahresplan, welcher für jedes Jahr ein Schwerpunktthema bearbeitet, was genau die Zielgruppe des Seminares betrifft. So können wir auch in Zukunft durch einen offenen Austausch Neues für uns und unsere Betriebe lernen, um gut vorbereitet den „Unternehmeralltag“ zu meistern.

Das Interview führte Rolando Laube.

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