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Nachverdichtung mal anders

Christoph Jost, Geschäftsführer proHolzBW, freute sich über die vielen Teilnehmer der Fachtagung (Foto: mikado)

Mit rund 400 Teilnehmern war  die 39. Fachtagung Holzbau Baden-Württemberg sehr gut besucht. Deshalb musste auch im Publikum im Stuttgarter Spitalhof enger zusammengerückt werden. Da bekommt Nachverdichtung im urbanen Raum gleich eine neue Bedeutung. Mit proHolzBW-Geschäftsführer Christoph Jost freute sich auch Staatssekretärin Friedlinde Gurr Hirsch über die gute Resonanz. In ihrer Begrüßung betonte sie, wie wichtig der Holzbau für das Erreichen der Klimaziele ist. Die Branche müsse weiter wachsen und Holz energieintensive Baustoffe wie Stahl und Beton immer mehr ersetzen. Diese Entwicklung erfordere eine steigende Verwendung von Laubholz, allein mit Nadelholz sei sie nicht zu bestreiten.

Staatssekretärin Friedlinde Gurr Hirsch misst dem Holzbau große Bedeutung für das Erreichen der Klimaziele bei (Foto: mikado)

Tragwerk aus Buche

Ein beispielhaftes Projekt, bei dem Buche zum Einsatz kam, stellte Philip Leube vom Büro F64 Architekten in Kempten vor. Das Tragwerk der Produktionshalle Probstzella sollte möglichst transparent und  filigran sein. Deshalb setzte der Architekt Baubuche für die Konstruktion ein. Die hohe Tragfähigkeit des Werkstoffs ermögliche schlankere Bauteile und größere Spannweiten als das übliche Nadelholz. Gleichzeitig fordere der Werkstoff eine sehr präzise Planung und große Sorgfalt in der Bauphase, da Buchenholz sich bei Feuchte stark verformt.

Konrad Merz stellte das Tragwerk des Hamburger Studentenwohnheims Woodie vor (Foto: mikado)

Holzmodule für Studenten

Mit dem Studentenwohnheim Woodie stellten Architekt Jürgen Bartenschlag und Bauingenieur Konrad Merz das derzeit weltgrößte Wohnbauprojekt in Holz-Modulbauweise vor. Insgesamt 371 Wohnmodule stapeln sich zu fünf bzw. sechs Geschossen über dem EG in Stahlbetonbauweise. Die 20 m² großen Apartments wurden  samt Inneneinrichtung im Werk vorgefertigt und mit Lkws auf die Baustelle geliefert.

Mit der Holzbaurichtlinie 2018 will Baden-Württemberg den Holzbau noch weiter voranbringen und seine Position als Holzbauland Nummer eins stärken, kündigte Staatssekretärin Friedlinde Gurr Hirsch an.

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