Pakleppa kritisiert Volksbegehren

Felix Pakleppa ist Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) (Foto: Zentralverband Deutsches Baugewerbe)

„Der Ansatz, private Wohnungsbaugesellschaften zu enteignen, führt komplett an einer konstruktiven Lösung der Probleme auf dem Wohnungsmarkt vorbei. Forderungen nach Enteignungen bauen keine neuen Wohnungen und tragen nicht zur Entspannung der Lage am Wohnungsmarkt bei. Stattdessen brauchen wir ein Umfeld, das die Bautätigkeit fördert und Bauunternehmen ihre Arbeit machen lässt“, sagte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB).

Vergangenen Samstag fiel in Berlin der Startschuss für das Volksbegehren „Spekulationen bekämpfen – Deutsche Wohnen & Co. enteignen“. Laut Initiatoren soll der Senat mit der Initiative aufgefordert werden, die steigenden Mieten in der Hauptstadt zu stoppen. Ihr Ziel: Unternehmen sollen gegen eine Entschädigung vergesellschaftet werden. Das Volksbegehren nimmt besonders den Konzern Deutsche Wohnen ins Visier, der in Berlin knapp 112 000 Wohnungen vermietet.

„Die Baubranche hat in den letzten Jahren beständig Kapazitäten aufgebaut, um sich den wachsenden Anforderungen im Bereich des Wohnungsbaus zu stellen. Seit 2011 haben wir 100 000 neue Beschäftigte eingestellt; auch die Investitionen in Anlagen und Maschinen sind seit 2010 um 50 Prozent gestiegen. Unsere Anstrengungen müssen auch baupolitisch flankiert und mit langfristigen Investitionsanreizen unterstützt werden. Dazu gehören eine schnelle und einfache Bereitstellung von Bauland, eine dauerhafte Erhöhung der Abschreibung im Mietwohnungsbau und die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren. Nur, wer schnelles und günstiges Bauen ermöglicht, kann die Lage am Wohnungsmarkt dauerhaft verbessern“, so Pakleppa weiter.

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