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Weinmann-Treff 2017: Maschinen für den Holzbau

 

Am 23. und 24. November 2017 lud Weinmann in seine Hallen in St. Johann ein (Foto: mikado)

 

Die Vernetzung von Bauprozessen funktioniert im Holzbau im Vergleich zu anderen Branchen schon sehr gut. Vor allem Holzbauer und Maschinenhersteller arbeiten hier schon auf einem hohen Level, so die Einschätzung von Steffen Hermann beim Weinmann-Treff in St. Johann. Zugleich ergab die Bestandsaufnahme des Studenten der Biberacher Hochschule, dass Fachplaner, Architekten und Lieferanten im BIM-Prozess oftmals noch nicht ganz so gut aufgestellt seien. Um das Ziel „integrated BIM“ zu erreichen, müssen alle Beteiligten noch eine Schippe drauflegen.

Steffen Hermann studiert an der Hochschule Biberach und hielt einen Vortrag zu BIM (Foto: mikado)

BIM – wo führt die Zukunft hin?

In der vollständigen Vernetzung von Bauprozessen liegt Steffen Hermann zufolge großes Potenzial für alle Beteiligten. Fehler in der Planung könnten frühzeitiger erkannt und noch in der Planungsphase behoben werden. Diese Änderungen führten zwar zu einer Kostensteigerung in der Planungsphase, seien aber bei weitem günstiger als mögliche Korrekturen in der Bauphase. Zudem könnten Umplanungsschleifen vermieden und damit insgesamt Zeit gespart werden. Interessant ist sicherlich auch die Nutzung der CAD-Daten für die Zusammenarbeit mit Bauherren. Sind die Daten für VR-Brillen aufbereitet, könnten sich Bauherren virtuell durch das geplante Gebäude bewegen. Einen entscheidenden Vorteil sieht Steffen Hermann in der Prozesssicherung aller Abläufe. Ressourcen könnten noch besser verplant und genutzt werden, was schlussendlich zu einer Steigerung der Produktivität führen würde.

Blueprint Robotics produziert in seinem Werk in Baltimore (USA) auf 20 000 m² mit Weinmann-Maschinen und setzt dabei stark auf BIM. Die Planungsdaten werden hier über eine IFC-Schnittstelle von Autodesk Revit zur Dietrich’s Software übertragen und weiter auf die Maschinen von Weinmann. Auf der Grundlage der CAD-Daten erstellt das Unternehmen auch schon erste Logistikplanungen.

Für das schwedische Werk der Firma Lindbäcks liefert Weinmann in diesen Tagen eine Hochleistungs-Wandfertigungslinie aus. Im 30-Minuten-Takt sollen dort komplette Wohnmodule entstehen. In den vollautomatisierten Fertigungsprozess ist auch ein Roboter integriert.

Die Zimmermeisterbrücke WMS 060 ist auf die Anforderungen kleinerer und mittelständischer Betriebe zugeschnitten (Foto: mikado)

 

Weinmann-Geschäftsführer Hansbert Ott (Foto: mikado)

Automatisierung bis ins Detail

Automatisierung sei einer der großen Trends im Holzbau, so Weinmann-Geschäftsführer Hansbert Ott. Dem trägt das Unternehmen mit seiner neuen Multifunktionsbrücke WMS 150 blowTec Rechnung, mit der loses Dämmmaterial vollautomatisch eingeblasen werden kann. Für kleinere und mittelständische Unternehmen, die ihren Automatisierungsgrad steigern wollen, bietet Weinmann die Zimmermeisterbrücke WMS 060 an. Aber auch für die Beschickung von Abbundanlagen hat das Unternehmen eine vollautomatische Lösung im Angebot.

Auf dem diesjährigen Weinmann-Treff am 23. und 24. November 2017 zeigte das Unternehmen, dass es sich der Anforderungen, die BIM an Produktionsprozesse stellt, bewusst ist und Lösungen anbieten möchte. Mit der Resonanz seitens der Teilnehmer war Geschäftsführer Hansbert Ott mehr als zufrieden. Für den nächsten Weinmann-Treff muss jetzt nur noch ein größerer Vortragsraum gefunden werden.

 

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