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Deutschlands Großstädte sind aufgrund ihrer immer weiter steigenden wirtschaftlichen Attraktivität und der allgemeinen Lebensqualität beliebte Wohnorte. Der ältere Teil der Bevölkerung profitiert von der vorhandenen Infrastruktur und der Dichte an gesundheitlicher Versorgung, aber auch für junge Familien sind die vielfältigen Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten, die Großstädte wie Frankfurt bieten, äußerst attraktiv. Mit dem erheblichen Zuzug vom Land in die Ballungszentren hält der Wohnungsbau seit Jahren nicht Schritt, die Folge: permanent steigende Mieten. Die Städte und Kommunen stehen vor der dringenden Herausforderung, trotz des Mangels an Bauland bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, vorzugsweise ohne Ausweisung immer neuer Baugebiete, um die Städte nicht weiter zu zersiedeln.

So geschieht es gerade in der Platensiedlung in Frankfurt – der derzeit größten Nachverdichtungsmaßnahme bundesweit. Hier will die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding über 600 neue Wohnungen schaffen. Das in die Jahre gekommene Quartier, einst für die Angehörigen der amerikani-schen Streitkräfte errichtet, erstreckt sich im Nordteil über 19 Häuserzeilen, die großflächig nachverdichtet werden. In Zusammenarbeit von Stefan Forster Architekten und der ausführenden Firma LiWooD werden die 19 Riegelbauten mit jeweils zwei neuen Geschossen in Holzmodulbauweise erweitert. Das Wohngebiet wächst somit um 380 Ein- bis Dreizimmerwohnungen. Durch die Kombination aus sozialem, studentischem und frei finanziertem Wohnen wird die Nachbarschaft durchmischt und Wohnraum für rund 900 Bewohner geschaffen.

 

Aus den schlichten dreigeschossigen Zeilenbauten mit Satteldach werden durch einen modularen Aufbau in Holzbauweise Fünfgeschosser in modernem Gewand. Die herausragenden statischen Eigenschaf-ten des Baustoffes Holz und sein geringes Gewicht waren entscheidende Grundlage für dieses Projekt. Im Frühjahr 2020 sollen alle Aufstockungsarbeiten beendet sein. Zwei der Gebäude sind bereits seit Juni 2019 bewohnt. Anschließend wird die Siedlung zusätzlich mit Kopfbauten in Form von End- und Brückenbauten sowie Torhäusern in konventioneller Bauweise ergänzt. Diese bieten nicht nur weiteren Wohnraum, sondern werten das Quartier mit zusätzlichen Ladengeschäften, Cafés und sozialen Einrichtungen auf. Mit der Schließung der ehemaligen Zeilenbebauung geht zudem eine Aufwertung der innen liegenden Grünflächen einher. Privatgärten und Gemeinschaftsflächen bilden einen Mehrwert für die gesamte Nachbarschaft. Die Nachverdichtungsmaßnahme ist als Gesamtkonzept hochinteressant und sinnvoll.

 

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