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Theo, das Luftschiff der WDL Luftschiffgesellschaft mbH, hat als Botschafter der Metropole Ruhr nicht nur im Ruhrgebiet, sondern auch über dieses hinaus Kultstatus erreicht. Das Luftschiff ist eines von insgesamt nur sechs Luftschiffen weltweit und fliegt zu Werbezwecken regelmäßig über das gesamte Ruhrgebiet. Die WDL zeichnet bereits seit Jahrzehnten für den Betrieb von Luftschiffen verantwortlich.

 

Wenn Theo sich nicht in luftiger Höhe bewegt, wird das Luftschiff in einem Hangar auf dem Areal der WDL untergebracht, um Wartungs- und Reparaturarbeiten durchzuführen oder es in den Wintermonaten vor Witterung zu schützen. Inzwischen war die Halle in die Jahre gekommen und entsprach nicht mehr den technischen Anforderungen. Und so erfolgte Mitte April 2022 der Rückbau des Hangars, um an selber Stelle den Neubau einer Multifunktionshalle zu errichten. In dieser findet künftig nicht nur Theo seinen Platz, sondern im Rahmen von Veranstaltungen auch etwa 1500 Personen.

Ein Luftschiffhangar – bei diesem Vorhaben handelt es sich für alle an Planung und Bau-Beteiligten ohnehin bereits um eine ungewöhnliche Baumaßnahme. Die Tatsache, dass der neue Hangar möglichst den Kriterien der Kreislaufwirtschaft entsprechen, nachwachsende und recyclingfähige Baustoffe zum Einsatz kommen sollen und eine DGNB-Zertifizierung angestrebt ist, macht die Bauaufgabe nicht weniger herausfordernd. Werden diese Anforderungen erfüllt, stellt der Hangar nicht nur mit Blick auf seine Formgebung eine durch und durch runde Sache dar.

Zirkularität in seiner reinsten Form

Die Grundholzlegung für den neuen Hangar erfolgte im Juni 2022. Grundholz- und nicht Grundstein, weil die Trägerkonstruktion ausschließlich aus Holz besteht. 557 Tonnen Holz aus deutschen Wäldern kommen in diesem Projekt zur Anwendung. Der nachwachsende und recyclingfähige Baustoff Holz kommt für das Tragwerk als Holz-Fachwerkkonstruktion zum Einsatz. 15 Zweigelenkbögen aus Brettschichtholz überspannen eine beeindruckende Spannweite von 42 m.

Diese Dachtragschale wird aus Brettsperrholz gefertigt. Das Besondere bei den Fachwerkträgern ist unter anderem, dass diese auch an den insgesamt 592 Knotenpunkten als Holzverbindung realisiert werden. Ab Mitte September 2022 wurde der Holzbau gerichtet, denn schon im November sollte das Luftschiff zumindest wieder ein Dach über dem Kopf haben.

Der Aushub der Fläche und der Fundamente betrug knapp 8000 Kubikmeter. Die alten Fundamente wurden vor Ort gebrochen und als Recyclingmaterial wiederverwendet. Direkt auf der Baustelle wurde das Material zerkleinert, sortiert und als Unterbau für den Hallenboden wiederverwendet. Dieser wird aus gebrauchten Beton-Großformatplatten ausgeführt, die an einer Logistikfläche in Mülheim ausgebaut und abgeholt werden.

Insgesamt werden durch die gezielte Auswahl von Materialien wie auch durch die Wiederverwendung von Baustoffen 156 Tonnen CO2 eingespart. Nicht zuletzt stammen alle an diesem Projekt beteiligten Partner aus Mülheim an der Ruhr oder Umgebung.

Pure Ästhetik

Die Kubatur des neuen Hangars orientiert sich an der Kubatur des rückgebauten Bestandsbaus und entsteht eins zu eins auf dem Fußabdruck des Bestandsgebäudes. Es erfolgt also keine weitere Flächenversiegelung.

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