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Im Zentrum steht das Licht: Großzügige Glasflächen, von Helligkeit durchflutete Räume und eine in unterschiedlichen Farbtönen schimmernde Fassade prägen das Grüne Zentrum in Kaufbeuren. In dem Neubau sind gleich mehrere Einrichtungen untergebracht: das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF), die Landwirtschaftsschule und die bayernweit einzige staatliche Technikerschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement. All diese Institutionen waren bisher dezentral organisiert und bilden nun zusammen mit den Gebäuden des Bayerischen Bauernverbandes und des Maschinenrings Ostallgäu ein städtebauliches Ensemble im Innovapark in Kaufbeuren. Der Bevölkerung, den Landwirten und Studierenden steht damit ein modernes, leistungsfähiges und zentral gelegenes Dienstleistungs- und Bildungszentrum zur Verfügung, das geballte Kompetenz in allen land- und hauswirtschaftlichen Fragen verspricht.

Das Grüne Zentrum Kaufbeuren- Ostallgäu ist bereits die 18. Einrichtung dieser Art in Bayern. Mit seinen rund 90 Mitarbeitern ist das AELF Kaufbeuren für rund 2600 landwirtschaftliche Betriebe, 19 000 Waldbesitzer, 77 000 Hektar landwirtschaftliche Fläche und 45 000 Hektar Wald im Landkreis Ostallgäu und der kreisfreien Stadt Kaufbeuren verantwortlich. Dank der beiden Fachzentren Rinderhaltung und Ökologischer Landbau ist es zudem überregionaler Ansprechpartner und Berater. In der im Nachbartrakt untergebrachten Technikerschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement werden Hauswirtschafter und Hauswirtschafterinnen innerhalb zu Führungskräften ausgebildet. Der Weg ins Haus beginnt für alle Mitarbeiter, Schüler und Besucher gleich: nämlich im zentralen Zwischenbau des Ensembles. Der eingeschossige, vollflächig verglaste Baukörper begrüßt seine Nutzer nicht nur als Eingangsbereich und Foyer. Er stellt auch zwei Veranstaltungssäle zur Verfügung, die zu einem großen zusammengeschlossen werden können.

 

 

 

Darüber hinaus integriert der Mittelbau die Großküche, in der die Hauswirtschafter der Schule das brutzeln und backen, was alle Kollegen im Haus im Anschluss verspeisen. Und schließlich führt er in den zentralen Innenhof, in dem die Männer und Frauen frische Luft ebenso genießen können wie Kunst am Bau: Die bedruckten Glasfronten ringsherum zeigen Auszüge aus einer der bedeutendsten Pflanzendokumentationen hierzulande. Mal nur die Zeichnung eines Blattes, mal die ganze Pflanze, mal die schriftliche Erklärung dazu.

Holz trifft Holz-Beton-Verbund

Auch beim Gebäude selbst spielt die Natur – in Form des Baustoffes Holz – die Hauptrolle. Der gesamte Neubau basiert auf einem von Rubner Holzbau werkseitig vorgefertigten Holzskelett mit Brettsperrholz-Wandscheiben, das vor Ort zusammengesetzt wurde. Die Hülle besteht aus vorgefertigten Holzrahmenelementen in Kombination mit Bandfassaden und Fensterbändern. Drinnen wie draußen blieb das Konstruktionsmaterial Holz überall dort, wo es möglich war, sichtbar und verleiht den hellen Büro- und Schulräumen eine angenehme Atmosphäre. Kombiniert wird das Material mit Stahlbeton als Baumaterial im Untergeschoss und für die zur Aussteifung dienenden Aufzugsschächte. Im Sinne einer maximalen Raumflexibilität wählten die Planer des Neubaus, das Büro Florian Nagler Architekten, zudem weitspannende Holz-Beton-Verbund-Decken, die aufgrund der hohen Masse auch die akustische Qualität der Räume optimieren. Die Fertigteil-Verbinder wurden bereits im Werk in die vorgefertigten Betonfertigteile einbetoniert. Vor Ort konnten die Betonteile durch diese Hülsen mit den Brettschichtholzbalken kraftschlüssig verschraubt werden. Im Anschluss durften die „trocken“ eingebauten Decken sofort begangen werden. Lediglich einzelne Fugen zwischen den Fertigteilen wurden noch vergossen. Die oberste Geschossdecke bildet jeweils den Abschluss zum darüberliegenden Kaltdach. Um sie für den großformatigen Elementbau vorzurichten, wurden die Elemente im Werk mit zusätzlichen Rand- und Abschlussträgern komplettiert.

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