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In unserem Nachbarland Luxemburg liegt der Fokus stark auf nachhaltigen und energieoptimierten Bauweisen. So ist für Neubauten ein Energiestandard vorgeschrieben, der nahe am deutschen Passivhausstandard liegt, und alle Bauprojekte im öffentlichen Bereich – gleich, ob Neubau oder Sanierung – müssen mit nachwachsenden Rohstoffen ausgeführt werden. Für deutsche Holzbauunternehmen aus dem grenznahen Bereich eröffnet sich hier ein attraktiver Markt. Zu den Firmen, die vor diesem Hintergrund grenzübergreifend aktiv sind, gehört auch die Holzbau Henz GmbH. Im Schnitt wickelt das Unternehmen mit 55 Mitarbeitern etwa 50 Prozent seiner Aufträge im Nachbarland ab.

Erlebbare Rohstoffe

Ein bemerkenswertes Projekt war die Kita „Bei de Kueben“, in Angelsberg. Das zweigeschossige, 55 × 18 m große Gebäude, das in seinem leicht geknickten Baukörper eine geschützte Freifläche einschließt, den Kindern auf einer Dachterrasse einen zusätzlichen „freien Klassenraum“ bietet und im Innenraum etwa 2300 m² Nutzfläche für verschiedene Altersgruppen bereitstellt, hat aus ökologischer Sicht Vorzeigecharakter. Als Hybridkonstruktion ist es nicht nur größtenteils unter Einsatz nachwachsender Rohstoffe gebaut worden, es soll darüber hinaus diese Rohstoffe in der Alltagswelt der Kinder erlebbar machen. Dies geschieht durch Holzoberflächen im Außen- und Innenbereich, durch einen halbierten Baumstamm, der als doppeltes Halbrelief vor die Betonwände im Erschließungsflur gestellt wurde, und durch Sichtfenster auf die Strohdämmung.

Herausforderung Strohdämmung

Letztere stellte eine der Herausforderungen des Projekts dar. Holzbau Henz wurde deshalb vom Architekturbüro COEBA – Dave Levèvre et associés in die Projektentwicklung mit einbezogen, um realisierbare Details zu konzipieren. „Das war schon etwas ganz anderes, als Holzwände mit Zellulose auszublasen“, erläutert Simon Neyses, als stellvertretender Geschäftsführer für die Werksplanung und Bauleitung des Projekts verantwortlich: „Die aus Frankreich angelieferten, zertifizierten Strohballen waren 160 × 78 × 48 cm groß und hatten ein Gewicht von 120 – 130 kg/m³. Das hieß zum einen, dass wir das Ständerwerk auf diese Dimensionen auslegen mussten, und zum anderen, dass wir aus Gewichtsgründen nur relativ kleine Elemente mit maximal 7 m Länge vorfertigen konnten.

 

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