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Ein ganzes Dorf im Gebirge zu planen, ist eine herausfordernde Entwurfsaufgabe. Der Eingriff in die Natur soll möglichst klein sein, das Ensemble sich dem Panorama unterordnen und in die Natur einpassen. In diesem Sinne ist die Zallinger Hütte ein Paradebeispiel des Bauens im alpinen Raum. Die Hütte ist bereits über 160 Jahre alt. Gebaut wurde sie von Karl von Zallinger-Stillendorf, der den Grund 1854 kaufte und 1858 neben der Hütte eine Kapelle anbaute. Seitdem hat das Zallinger Berghaus mehrmals den Besitzer gewechselt, der Name aber ist geblieben.

Die Kirche macht das Dorf

Rund 700 Meter unter dem Gipfel liegt die Alm. Sie wurde mehrfach ergänzt und erweitert. Einst war sie von Scheunen und einer kleinen Kirche umgeben und glich optisch einem kleinen Dorf in 2200 Metern Höhe. Um 1880 wurden die kleinen Scheunen durch ein einziges großes Gebäude ersetzt. Diese Veränderung war ein gewaltiger Eingriff in die räumliche Struktur. Im Wandel der Zeit übernahm dieser großformatige Bau wiederum andere, neue Funktionen. Die heutigen Besitzer Luisa Schenk und Markus Burger entschieden, dass nun wieder der Zeitpunkt für eine entscheidende Veränderung auf der Zallinger Hütte gekommen war. Sie strebten eine Erweiterung der Alm an, um Platz für weitere Gästezimmer zu schaffen. Dieser große Eingriff war eine gute Gelegenheit, die ursprüngliche Dorfstruktur durch sensibel in die Landschaft gefügte zusätzliche Gebäude wiederherzustellen.

Naturnahe Durchwegung

Der zentrale Teil des Hotels wurde komplett umstrukturiert. Ein Teil des ehemaligen Gästehauses und die ehemalige Scheune wurden abgerissen und durch neue, kleinere Gebäude ersetzt. Das Ensemble erweiterte sich so um sechs Chalets. Die Neubauten gruppieren sich scheinbar zufällig um den Bestand. So entsteht eine räumliche Struktur mit naturnahen Durchwegungen. Die neuen Baukörper selbst sind eine „Serienbauweise“. Dass sie in verschiedene Richtungen ausgerichtet sind, vermeidet einen monotonen, seriellen Eindruck der neuen Baukörper. Um sie perfekt in die Landschaft zu integrieren, griffen die Architekten von Noa zu einem simplen Trick: Sie gruppierten jeweils zwei Chalets nebeneinander, sodass die Satteldächer an der Trauflinie entlang zusammengeführt wurden. Beide Chalets, die jeweils vier Zimmer beherbergen, sind durch einen Verteilungskorridor unter der Traufe verbunden. So wurde das Hotel um 24 Zimmer erweitert, die die bestehenden 13 Zimmer im Haupthaus ergänzen. Die neuen Gebäude sind in Holzbauweise gefertigt. So ergänzen sie den Bestand mit seiner teilweisen Holzfassade.

 

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