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Als im Juni 2014 der 370 Jahre alte Bauernhof der Familie Gehring abbrannte, fiel auf, dass viele alte Vollholzteile nicht verbrannten. Obwohl Holz ein brennbarer Baustoff ist, weisen Bauten aus Holz abhängig von der Gesamtkonstruktion ein sehr unterschiedliches Brandverhalten auf. Vor allem massive Holzbauteile besitzen keinerlei Hohlräume, wodurch sie lange Zeit dem Feuer Widerstand leisten, nur entlang der Oberfläche verkohlen und dadurch den Abbrand berechenbar verzögern. „Diese Erkenntnis trug wesentlich dazu bei, dass auch unser neuer Erlenhof ein Vollholzhaus sein musste“, erzählt Martin Gehring.

Die Erfahrungen, die der Bauherr beim Brand machte, waren mitentscheidend für diesen Entschluss, den Erlenhof sortenrein zu bauen. Die alte Bausubstanz aus Holz war relativ leicht zu entsorgen, während die Zubauten aus den 1990er-Jahren aus modernen Baumaterialien bestanden. Diese ergaben Unmengen an Sondermüll.

Holz aus eigenem Wald

„Ich wollte ein Haus für mehrere Jahrzehnte bauen. Wenn meine Nachfahren in diesem Haus vor den alten Holzteilen stehen, dann lässt sich ihnen eine Geschichte über dieses Gebäude erzählen, die auf eine jahrhundertelange Chronik zurückblickt. Auch deshalb haben wir jene Hölzer, die nicht dem Brand zum Opfer gefallen sind, in das neue Haus integriert. So wurden 23 Teile in die Wände, sechs Teile in die Böden sowie 14 Teile in die Decke eingebaut, zugleich das Datum des Brandes, und schon lebt das 370 Jahre alte Bauernhaus in diesem Neubau weiter“, führt Gehring aus. Für die Nachhaltigkeit war für ihn sehr wichtig, dass das Holz für den neuen Erlenhof aus dem eigenen Wald stammt, von Fichten und Weißtannen, die bereits sein Vater und sein Großvater kannten. „Kein anderes Unternehmen war bereit, die Wand-, Decken- und Dachelemente mit jenem Holz zu bauen, das zu 100 Prozent aus unserem Wald kommt. Mit Holzius fanden wir dafür den geeigneten Partner“, so der Bauherr, der als Bauer, Waldbauer und Ferienwohnungsbetreiber tätig ist.

Hof mit drei Ferienwohnungen

Rund 650 Meter Rundholz wurden geschlagen und zu den leim- und metallfreien Vollholzelementen verarbeitet. Zuvor entwarf das Architektenduo Walter Felder und Alois Geser ein auf die Familie abgestimmtes Hof-Gebäude, das an den ursprünglichen Erlenhof erinnert. Der lichtdurchflutete Eingang mit geschliffenem Estrich erhellt beinahe das gesamte Haus und ermöglicht sowohl den Blick auf die Morgen- als auch die Abendsonne. Der Keller wurde mit Sichtbeton ohne Verputz und Mörtel ausgeführt, während die drei Ferienwohnungen – zwei für je sechs Personen, eine für vier Personen – vor allem an den Decken mit den sichtbaren Holzelementen die naturnahe Lage widerspiegeln.

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