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Aufgewachsen in einer waldreichen Gegend des Salzkammerguts, verbrachten Christoph, Matthias und Stefan Mösl schon als Kinder die meiste Zeit in der freien Natur. Wenig verwunderlich, dass die
Passion zum Beruf wurde. Christoph, der Architekt, ist ausgebildeter Forstarbeiter. Stefan, Bausachverständiger und Spezialist für Bauabwicklung, absolvierte zuvor eine Ausbildung zum Zimmerer. Und Matthias, heute Statiker, begeistert sich für die Tischlerei. Mit ihrem Unternehmen m3-ZT GmbH betreuen die drei Brüder als Ziviltechniker mit den Schwerpunkten Architektur, Statik und Bauabwicklung ganzheitliche und vor allem naturverbundene Bauprojekte. Beinahe logisch, dass sich die Büroräumlichkeiten in einem Biomasseheizwerk befinden, das von ihnen geplant und mit dem Holzbaupreis als herausragendes Beispiel für den Einsatz von Holz im gewerblichen Bereich ausgezeichnet wurde.

Für die Familie von Stefan Mösl, dem Bauherrn, stand bei der Planung seines Eigenheims von Anfang an fest: „Wohnen in der Natur und mit der Natur – wir bauen ein Haus aus purem Holz.“ Nach einer Werksbesichtigung bei holzius in Südtirol mit umfangreicher Einführung in das Bausystem durch den Unternehmensgründer Herbert Niederfriniger war auch der richtige Partner dafür gefunden: „Die leim- und metallfreien Vollholzelemente bieten neben einer natürlichen und sehr hochwertigen Optik eine Reihe von konstruktiven Vorteilen.“ Eine Gratleiste mit Kanten in Schwalbenschwanzform ist der patentierte Kern dieser einzigartigen Bauart. Dadurch wird Bauen mit Vollholzelementen ohne Leim und Metall in garantierter Formstabilität und dauerhafter Luftdichtheit ohne Einsatz von Folien möglich, und dies ohne sichtbare Verbindungsmittel. Die Vollholzwände erreichen durch die Ausführung als mehrlagig stehender Block eine hohe Tragfähigkeit. So können auch mehrgeschossige Gebäude setzungsfrei gebaut werden. Neben ökologisch verantwortungsbewusstem Bauen sinddie kreative Architektur, das passende Erscheinungsbild für die harmonische Integration in die umliegende Landschaft, innovative Raumkonzepte und gesunde Materialien die Eckpunkte des Wohnhauses im Salzkammergut.

Nicht nur die Vollholzwände, sondern auch die Holzriegelwände wie auch die Deckenkonstruktionen wurden vollkommen leimfrei hergestellt. Das Wohnhaus mit Satteldach und hinterlüfteter Fassade aus naturbelassenen Lärchenholzschindeln und einer sägerauen Lärchenholzschalung erstreckt sich über vier Etagen. Auf den Keller aus Betonfertigteilen setzen das barrierefreie Erdgeschoss sowie Ober- und Dachgeschoss auf, deren Tragstrukturen komplett aus Holzbauteilen bestehen. Auch für die Dämmungen wurde ausschließlich ökologisches Material verwendet: Zellulose für den Pfettendachstuhl und die Innenwände, eine leimfreie Holzfaserdämmung für die Fassade. Als Heizungssystem wurde im Erdgeschoss des Wohnhauses ein Kachelofen installiert. Dieser ermöglicht durch den Anschluss an den Pufferspeicher das Beheizen der gesamten Gebäudekubatur. Ergänzt wird das System durch eine Photovoltaikanlage, welche unter anderem für Warmwasser, die Elektrogeräte und das Elektro-Auto eingesetzt wird.

„Mit Herz und Hand“: Ein Zimmerer tourt durch Bayern

 

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