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Maggie’s Centres sind Anlaufstellen für Krebspatienten, die von einer gemeinnützigen Initiative, dem Maggie Keswick Jencks Cancer Caring Trust, kurz Maggie’s, gebaut und betrieben werden. Maggie Keswick war wie ihr Mann, der Architekturkritiker Charles Jencks, von der positiven Wirkung von Architektur besonders auf kranke Menschen überzeugt. Das 26. Maggie’s Centre entstand in Leeds nach einem Entwurf des Architekturbüros Heatherwick Studio aus London. Für die freigeformte Holzkonstruktion holten sich die Architekten Unterstützung aus dem Free Form-Team der Blumer-Lehmann AG.

Natürliches Kraftfeld

Das Grundstück, das am Rande des Universitätskrankenhauses für das Maggie’s Centre vorgesehen war, hatte sechs Meter Gefälle und war der letzte grüne Fleck auf dem Gelände. Die Architekten entwarfen hierfür ein Bauwerk aus drei ineinander verschachtelten Pavillons mit begehbaren hängenden Gärten. Die Landschaftsarchitekten ließen sich von den nahe gelegenen Wäldern inspirieren und legten einen Garten mit Sträuchern und Bäumen an. Für die Architekten war es ein Anliegen, mit der vielseitigen Bepflanzung und den natürlichen Baumaterialien ein außergewöhnliches Kraftfeld für die Besucher in ihrer schwierigen Krankheitsphase zu schaffen.

 

Die auf verschiedenen Ebenen angeordneten Pavillons formen einen einladenden offenen Innenraum, der sich zu allen Seiten mit immer neuen Perspektiven öffnet. Mit der wohnlichen Einrichtung, der integrierten Beleuchtung und den natürlichen Materialien will sich die Architektur zugänglich zeigen und die psychologischen Schwellen für die Patienten abbauen helfen.

Workshops bis zur Konstruktionsreife

Die Lage des Grundstücks direkt an der Zufahrt zur Notambulanz zwang die Planer zu einer Konstruktion mit komplett vorgefertigten Elementen, um die eigentliche Montagezeit so kurz wie möglich zu halten. Die Architekten entwarfen daher für ihr Projekt eine Struktur aus vorgefertigten Holzbau-Elementen, die mit minimaler Störung für den Krankenhausbetrieb auf einer Betonplatte montiert werden konnten. Die drei Pavillon-Kerne sollten dabei von konsolenartigen Holzfinnen umspannt werden, die das Dach tragen. „Wir kamen im März 2017 zunächst zur Beratung dazu“, erinnert sich Mathias Marti, Projektleiter bei Blumer-Lehmann. „Dann haben wir uns in Workshops mit den Architekten und den anderen Gewerken zusammengesetzt und den Entwurf gemeinsam bis zur Konstruktionsreife weiterentwickelt.“ Bei der Tragwerksplanung stellten natürlich die gewaltigen Dachgärten mit der hohen Last einer 80 cm dicken Pflanzschicht und dem geplanten Baumbewuchs eine Herausforderung dar.

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