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Auf den Abstand achten

Schadensbild

Auf einem 2,90 m hohen Freisitz von 4,00 m × 6,00 m wurde ein Balkonbelag aus Bangkirai verlegt. Dieser sollte dauerhaft und optisch ansprechend sein, da er als Terrasse für die Kundin fungieren sollte, zudem auch als Hauseingang der Oberwohnung. Doch nach nur einem Jahr sah er nicht mehr so schön wie gewünscht aus.

Woran lag es, dass der Belag nicht mehr den Ansprüchen der Kundin genügte? Die Kundin teilte mit, dass der Belag sich so stark verzogen hat, dass Stolperkanten entstanden und Schrauben ausgerissen sind. Es steht sehr viel Feuchtigkeit auf dem Terrassenbelag, der in sich einen unruhigen Eindruck macht.

Schadensursache

Der vorgefundene Terrassenbelag wurde auf einer Stahlkonstruktion aufgebracht. Die Bangkirai-Unterkonstruktionsbalken wurden zwischen die Stahlträger gelegt und die Bretter darüber montiert. Der Belag ruhte direkt auf den Stahlträgern, was sich natürlich ungünstig auf die Feuchtebelastung des Holzes auswirkte. Die Unterkonstruktionsbalken aus Bangkirai hatten einen Abstand von 51,7 cm bis 66 cm. Die Fachregeln des Zimmererhandwerks (Balkone und Terrassen) schreiben bei einer Brettdicke von 25 mm einen Maximalabstand von 50 cm vor.

Für den breiteren Unterkonstruktionsabstand hätte man Bangkirai-Bretter mit einer Nenndicke von 32 mm einsetzen müssen – das Verhältnis von Unterkonstruktionsabstand und Brettdicke war nicht korrekt.

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