Werbung
 
Werbung

Neues Gewand für den Bestand

Viele Schüler, zu wenig Platz und kein Budget für einen Neubau: Das Problem hatte die Münchner Nachbargemeinde Kirchseeon lange Zeit dadurch bewältigt, dass sie die Kinder der Mittelschule auf zwei Schulstandorte verteilte. Dann tauchte eine weitere Herausforderung auf – und damit die Chance einer gesamtheitlichen Lösung: Das Dach des Schulgebäudes an der Münchner Straße 19 war undicht geworden. Weil es sowieso repariert werden musste, bot es sich an, damit eine Aufstockung zu verbinden und so an einem einzigen Standort endlich Raum für alle Schüler zu schaffen.

Daraus resultierte ein komplexes Bauvorhaben, in dem verschiedene Bauabschnitte, Strukturen, Brandschutz- und Schallschutzthemen sowie Fluchtwegproblematiken einheitlich gelöst werden mussten. Denn der in der Abwicklung rund 120 m lange Baukörper war in mehreren Bauphasen entstanden und erweitert worden. Achsraster und Bausysteme waren somit ebenso unterschiedlich wie die Dachstühle der einzelnen Abschnitte. Die Fluchtwegsituation entsprach nicht mehr den heutigen Vorschriften. Es fehlten zwei Treppenhäuser und ein Aufzug für die barrierefreie Erschließung. Die Innenwände wiesen so viele Durchbrüche auf, dass sie fast durchgängig als nichttragend angesehen werden mussten. Die Bestandsdachdecken waren für ein weiteres Geschoss nicht ausreichend tragfähig. Und die Laufrichtung der Bestandstreppe zeigte just in die für eine wirtschaftlich und funktional sinnvolle Erschließung des neuen Geschosses verkehrte Richtung.

Zum PDF-Download (1516 KB)
Zurück zur Übersicht