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Aus dem Leim gegangen

Die Treppenanlage eines Einfamilienhauses geht vom Erdgeschoss in das Obergeschoss mit 16 Steigungen von ca. 180/270 mm. Die Holzstärken betragen bei den Tritt- und Setzstufen 40 mm. Als Material für die Treppe wurde Nussbaumholz verwendet. Die Oberflächen der Treppenteile wurden transparent versiegelt. Die Unterseiten der Tritt- und Setzstufen sind grundiert, demnach offenporig. Die Geländerstäbe sind aus Edelstahl, sie wurden in die Trittstufen eingelassen und gebohrt. Der Treppenhandlauf ist ebenfalls aus Nussbaumholz.

Die Treppe ist als Stahlbeton-Treppenlauf mit aufgesattelten Holztrittund daran angeleimten Holzsetzstufen geplant und dementsprechend gebaut worden. Es handelt sich hierbei um eine gerade, geschlossene und aufgesattelte Treppe ohne Wand- und Lichtwange (Fotos oben). Also eine allseits bekannte und von der Konstruktion her prinzipiell bewährte Bauweise.

Schadensbild

Im Rohbau des Hauses (im Erdgeschoss) wurde ein Stahlbeton-Treppenlauf montiert. Danach lief der Rohbau weiter, auch ohne Dach. Die Tritt- und Setzstufen wurden drei Monate später aufgebracht. Die Setzstufen wurden an die Trittstufen angeleimt, so jeweils auf die Trittstufen gestellt und nicht mit dem Stahlbetontreppenlauf verbunden. An den Fotos wird deutlich: Der Winkel zwischen Tritt- und Setzstufe, der bei der Fertigung (vor der Montage) 90° betrug, ist bereits bei 92,4°. Die Trittstufen sind geschüsselt und die Tritt- und Setzstufen haben sich von ihrem Auflager entfernt.

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