Werbung

Das Origami-Theater

Leicht verpasst man ihn, den neuen Pavillon des Théâtre de Vidy an der Lausanner Strandpromenade, gebaut als Erweiterung für 250 Zuschauer. Von der Straße her wirkt der grau lasierte Holzbau hinter den Bäumen eher unscheinbar. Beim Näherkommen wird indes seine Einzigartigkeit sichtbar: Wie ein aufgefalteter Akkordeonbalg liegt das Bauwerk in der Wiese.
Das Gebäude ersetzt einen provisorisch angelegten Zeltbau, der am Ende doch dauerhaft betrieben wurde.

Doch das temporäre Gebäude litt während der Aufführungen zunehmend unter dem Lärm der nahe gelegenen Schnellstraße. Die Bauherren stellten sich als Ersatz eine repräsentative, gedämmte Spielstätte mit guten akustischen Bedingungen vor. Sie sollte sich gleichzeitig an das bestehende „Haupthaus“, ein kubusartiger Bau, anpassen, sich aber in Form und Material unterscheiden. So lud man den Architekten Yves Weinand zum Gespräch, der auch Leiter des IBOIS (Laboratoire de construction en bois), dem Holzbau-Institut der ETH Lausanne, ist. Von seiner Idee, das Gebäude in Holz zu erstellen, war auch der Theaterdirektor und Intendant Vincent Baudriller gleich überzeugt.

Download

Zurück zur Übersicht