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Eine Frage der Details

Bei der vorliegenden Fassade handelte es sich um eine hinterlüftete Konstruktion mit großformatigen Dreischichtplatten aus Douglasie (SWP/3). Die Platten wurden mit vertikaler Decklage montiert, sodass das Wasser gut ablaufen kann. Die Kanten der Dreischichtplatte wurden mit einem Hirnholzschutz grundiert, eine zusätzliche Deckbeschichtung erfolgte nicht. Die Plattenoberfläche selbst wurde nicht behandelt. Die horizontal verlaufenden Fugen wurden oberseitig mit einem Z-Profil aus Aluminium abgedeckt, welches an der oberen Platte befestigt wurde. Die Fugenbreite entsprach 10 mm rechtwinklig zur Oberfläche.

Intakte Plattenschmalseite als Fassadenkonstruktion

Verschattete und intakte untere Plattenschmalseite (Foto: Florian Scharmacher)

Die Fassade des Gebäudes (Baujahr 2011) wies an allen Bereichen Bewitterungsspuren auf. An den nördlich orientierten Fassaden zeigte sich eine relativ gleichmäßige Vergrauung und ein relativ geringes Rissbild. An den beiden südlich orientierten Fassaden zeigte sich ein optisch deutlich differenzierteres Bild. Die Fassaden wiesen eine stärkere „Fleckenbildung“ wechselnden Sonnen- und Regenperioden zurückzuführen ist. Besonders auffällig waren die Schädigungen im Bereich der unteren horizontalen Plattenschmalseite. Hier löste sich das Deckfurnier, ausgehend von der Hirnholzseite, ab. An den horizontalen Plattenschmalseiten, welche durch die Rollladenkästen zwar einer direkten Bewitterung, aber einer geringeren Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren, konnten keine Delaminierungen festgestellt werden.

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