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Ein Fehler kommt selten allein

Die beschriebene Dachaufstockung in Massivbauweise wurde im Zeitraum zwischen September 2017 und Januar 2018 errichtet. Die Wände wurden aus Gasbeton, die flach geneigte Dachkonstruktion (Dachneigung 8 Grad) aus einer KVH-Sparrenlage (h = 20 cm) mit Mineralwolldämmung im Gefach erstellt. Oberseitig wurde die Konstruktion mit einer rauen prismierten Holzschalung belegt und bituminös
abgedichtet.

Unterhalb der feuchtevariablen Dampfbremse wurde eine Konterlattenlage sowie eine Traglattung mit einer Unterdecke aus Gipskarton einschließlich Einbaustrahlern montiert. Eine Feuchteschutzberechnung des Dachaufbaus durch den Folienhersteller lag vor. Alle luftdichten Produkte waren systemkonform.

Schadensbild

Seit etwa März 2018 zeigten sich Durchfeuchtungsränder auf der Unterdecke im Bereich der Einbaustrahler und der Mittelpfettenanschlüsse. Um die anfänglichen Wassertropfen aufzufangen, wurden zunächst Handtücher ausgelegt und ab Mai 2018 Eimer für die stärker werdenden Wassermengen aufgestellt. An dem angrenzenden Mauerwerk waren ebenfalls deutliche Durchfeuchtungen erkennbar. Zeitgleich dazu bildeten sich deutliche Fugen in der äußeren Dachuntersicht-Verschalung. Ende Juni und Anfang Juli wurde die Dachkonstruktion an den Anschlüssen der Innen- und Außenwände sowie im Bereich der Einbaustrahler und entlang der Mittelpfetten geöffnet. Die gesamte Holzkonstruktion war großflächig verschimmelt, obwohl in den überwiegenden Bereichen lediglich Holzfeuchtigkeiten von 11 bis 13 Prozent gemessen wurden.

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