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Historisches Kleinod wird Lieblingsstück

Für einen Immobilieninvestor aus Rosenheim war es Liebe auf den ersten Blick, und er sagte sofort ja – noch ohne einen Nutzer im Visier zu haben: Mit dem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichteten Itakerhof in der Au erstand – und sanierte – er einen Prachtbau seiner Art. Der unter Denkmalschutz stehende Einfirsthof verfügt über alle Merkmale, die diesen im Chiemgau beheimateten Bautyp auszeichnen: Er bietet eine repräsentative Größe mit Erdgeschoss und zwei Stockwerken respektive 8 m Trauf- und 12 m Firsthöhe, wobei das Wohngeschoss im zweiten Stockwerk lediglich vorgetäuscht ist. In Wirklichkeit befindet sich dort ein Getreidespeicher.

Innenansicht des sanierten Bauernhofes "Bauer in der Au"

Drinnen wurde das Gebäude lediglich mit Alu-Glasfronten unterteilt, um das großzügige Erscheinungsbild beizubehalten (Foto: Julia Ruby Hildebrand & Ingolf Hatz)

Auch die Konstruktion der Balkendecken ist außergewöhnlich. Um trittschall- und luftschallfest zu bauen, wurde bei den Itakerhöfen seinerzeit die Oberkonstruktion von der Unterkonstruktion getrennt. Die Dämmung erfolgte über zwei Balkenlagen, wobei der obere stärkere Balken die Lasten trug, während an dem im Abstand daneben eingezogenen schwächeren Balken die Decke befestigt wurde. Das unverputzte Ziegelmauerwerk und das weit vorspringende, flach geneigte Satteldach des „Bauern in der Au“ sind ebenfalls typisch. Ein echtes Lieblingsstück also, das eine Modefirma beim Besuch des Mietobjekts sofort begeisterte.

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