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Holz bietet Gestaltungsvielfalt

Rolf Rombach, Präsidiumsmitglied des Verbandes Holzbau Baden e.V. (Foto: proHolz Schwarzwald)

„Planen und bauen Sie mit Holz“, diesen Appell richtete Rolf Rombach, Präsidiumsmitglied des Verbandes Holzbau Baden e.V., an die 300 Teilnehmer des Forums „Holzbaukultur vom Schwarzwald bis zum Bregenzerwald“ in den Donauhallen in Donaueschingen. Die Veranstaltung für Architekten, Ingenieure, öffentliche und private Bauherren und Vertreter von Holz-Produzenten und Holzbau-Unternehmern war von dem durch die Europäische Union und das Land Baden-Württemberg geförderten regionalen Cluster proHolz Schwarzwald organisiert worden. Zahlreiche Referenten machten anhand von Beispielen deutlich, welche vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten der Holzbau inzwischen bietet.

Fred Gresens geht davon aus, dass Holz zum urbanen Baustoff der Zukunft werden könnte (Foto: proHolz Schwarzwald)

Fred Gresens von der Architektenkammer Südbaden, die im Cluster proHolz Schwarzwald engagiert ist, bezeichnete Holzbau als „eine große, traditionelle Disziplin der Architektur“, die während der Industrialisierung „aus dem Bild der Städte wachsenden Städte verschwand“. Inzwischen gebe es jedoch einen neuen Boom des Holzbaus. Holz, meinte Fred Gresens, „könnte zum urbanen Baustoff der Zukunft werden“. Und sollte auch im mehrgeschossigen Wohnungsbau stärker eingesetzt werden.

Gerhard Zickenheiner, Naturpark Südschwarzwald, erörterte die Rolle des Holzbaus für die regionale Baukultur (Foto: proHolz Schwarzwald)

Was im Clustergebiet Schwarzwald als regionale Baukultur bezeichnet werden kann und welche Rolle Holz dabei spielt, erörterte der Architekt Gerhard Zickenheiner vom Naturpark Südschwarzwald. Das Verfassen einer regionalen Gestaltungsfibel lehnt er ab: „Gute Architektur entsteht nicht, wenn ich den Gestaltern den Freiraum nehme und Ihnen vorschreibe, was wo hinpasst“. Holz erhalte dann besondere Bedeutung, „wenn der Baustoff besonders gut eingesetzt wird und der Kontext stimmt“.

Elmar Ludescher gewann mit seinem Architekturbüro bereits Wettbewerbe im Südschwarzwald (Foto: proHolz Schwarzwald)

Die renommierten, international tätigen österreichischen Architekturbüros Ludescher und Lutz und Dietrich/Untertrifaller präsentierten kühne Holzbau-Lösungen, die sie in verschiedenen Ländern realisiert haben – darunter Schulgebäude, Weingüter und Gasthäuser. Ludescher und Lutz gewannen auch Wettbewerbe im Südschwarzwald mit dem Gemeindehaus in Fröhnd und dem Belchenhaus. Helmut Dietrich, einer der Stars der Holzbaubranche, gab den Teilnehmern des Forums abschließend den Rat: „Viele Aufgaben sind mit Holz hochwertiger zu machen als mit anderen Baustoffen“.

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