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Modulbau auf dem Vormarsch

Über 100 Teilnehmer fanden den Weg in die Geburtsstadt Mozarts (Foto: mikado)

 

In Salzburg kamen von 16. bis zum 17. Mai 2018 rund 180 Teilnehmer zum 1. Kongress HolzBauWirtschaft im Wyndham Grand Conference Center zusammen. Unter dem Motto „Bauwirtschaftliche Ansätze und Prozesse in Planung, Fertigung und Baubetrieb“ dozierten zahlreiche Fachreferenten am ersten Tag der Veranstaltung zu den Themenblöcken Unternehmensstrukturen, BIM (Building Information Modeling), Kalkulation und Kooperationsmodellen. Den zweiten Tag eröffnete Walter Bauer, Geschäftsführer von Bauer Holzbau, mit seinem Vortrag zu „Eine Alternative Vorfertigung – Vollflächige Elementierung“ und stellte den unternehmenseigenen Multifunktionstisch „tectofix“ zur flexiblen Vorfertigung von Holzbauelementen in der Werkstatt vor.

Walter Bauer stelle den unternehmenseigenen Multifunktionstisch „tectofix“ vor (Foto: mikado)

Auch Hansbert Ott von der Weinmann Holzbausystemtechnik GmbH widmete sich der Vormontage in der Werkstatt und referierte über „Hocheffiziente Vorfertigung im Modulebau.“ Ott gab dabei zu Beginn seines Vortrags einen kurzen Überblick über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Modulbaus von großen Bürogebäuden bis hin zu Einfamilienhäusern. Durch einen extrem hohen Vorfertigungsgrad von Wohnmodulen in der Werkshalle, müssen die einzelnen Gebäudeteile auf der Baustelle nur noch zusammengesetzt und verbunden werden. Dies hat neben finanziellen und qualitativen, auch witterungsbedingte Vorteile, da die Montage auf der Baustelle nur wenig Bauzeit benötigt. Die Module bestehen dabei aus Außenwänden, offenen und geschlossenen Innenwänden sowie Boden- und Deckenelemente und werden auf Produktionsstraßen serienmäßig angefertigt. Laut Ott hat der Modulebau im Holzbau noch großes Entwicklungspotenzial.

Hansbert Ott brachte den Teilnehmern das Thema Vorfertigung im Modulebau näher (Foto: mikado)

Neben Produktionsprozessen behandelte der zweite Tag auch noch die Themenblöcke Wirtschaftlichkeit und Quo Vadis Holzbau, in dem Holger König von Ascona, Gesellschaft für ökologische Projekte Gröbenzell, über Lebenszykluskosten als Entscheidungsgrundlage referierte. Dabei stellte er den Bau eines Gymnasiums in Diedorf vor, das in den letzten Jahren den bayerischen Energiepreis, den Deutschen Nachhaltigkeitspreis und den Deutschen Architekturpreis gewonnen hatte.

Holger König dozierte über Lebenszykluskosten als Entscheidungsgrundlage (Foto: mikado)
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