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Groß war das Interesse der italienischen Holzbau Fans, klein der Spielraum, den die aktuellen Corona Auflagen in Italien zuließen. Fast 400 Interessierte aus ganz Italien wollten zum 9. Holzbauforum nach Lazise kommen. Rund  250 Teilnehmende ließen die Auflagen der italienischen Behörden zu.

Besucher Holzbauforum Italien

Endlich wieder persönliche Gespräche: Lange mussten die Holzbauer und Architekten auf die neunte Auflage des italienischen Holzbauforum warten (Foto: Christoph Maria Dauner/mikado)

Die Veranstaltung steht ganz im Zeichen von Nachhaltigkeit. Der Klimawandel, die architektonischen Möglichkeiten, um diesen zu begrenzen und realisierte Projekte  des Mailänder Architekturbüros Stefano Boeri eröffneten das Forum.

Architekt Paolo Russo vom Büro Boeri zeigte, wie der Wald in die Innenstädte kommen kann. Berühmtestes Beispiel dürfte der „Bosco Verticale“ in Mailand sein. Die Gebäude sind zwar nicht aus Holz gebaut, sorgen aber mit 2 ha Waldfläche dafür, dass das Mikroklima von den Bäumen profitieren kann. Für den nächsten vertikalen Wald haben sich Russo und Kollegen das Pirelli Gebäude, ebenfalls in Mailand, vorgenommen. Hier soll neben der Renovierung und Ertüchtigung des bestehenden Bürokomplexes ein Neubau mit Wohnungen, Handel, Event Location und einem weiteren vertikalen Wald entstehen.

Pirelli 39 Projekt

Mit dem Pirelli 39 Projekt soll Mailand mehr Waldfläche in der Innenstadt erhalten (Foto: Architekturbüro Stefano Boeri)

Was konkret der Holzbau in Italien leisten kann, um das Klima weltweit, aber im besonderen in Italien zu stabilisieren, zeigen Beispiele aus Rovereto (ein Tabak-Fabrikgebäude von Kengo Kuma und Rubner Holzbau) sowie Italiens höchstes Holzhaus, dass immerhin neun Stockwerke besitzt.

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