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Die für Anfang März 2021 geplante Internationale Handwerksmesse wird wegen der Einschränkungen bezüglich der Coronapandemie abgesagt (Foto: GHM)

Die vom 10. bis 14. März 2021 geplante Internationale Handwerksmesse (IHM) muss als Konsequenz der anhaltenden Bestimmungen zur Eindämmung der Coronapandemie abgesagt werden. Eine Verschärfung der Maßnahmen und fehlende Planungssicherheit führen zu dieser Entscheidung.

Die GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH als Veranstalterorganisation hat sich entschieden, die Internationale Handwerksmesse (IHM) mit der «Handwerk & Design» sowie die Garten München für das Durchführungsjahr 2021 abzusagen. Damit kann das jährliche Gipfeltreffen des Handwerks zum zweiten Mal in Folge pandemiebedingt nicht stattfinden. Hintergrund ist die Fortschreibung der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie auf Bundes- und Länderebene mit verschärften Maßnahmen im Bereich der Kontaktbeschränkungen und -vermeidungen.

Fokus auf IHM 2022

Dieter Dohr, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, zu dieser Entscheidung: „Das Verbot zur Durchführung von Messen wurde letzte Woche erneut verlängert und die bereits bestehenden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie massiv verschärft. Mit weiteren Verlängerungen ist zu rechnen. Diese Entwicklungen und die damit einhergehende Planungsunsicherheit erlauben uns leider kein anderes Vorgehen. Wir danken allen Ausstellern, die bis zuletzt mit uns auf eine Durchführung gehofft haben – und das sind weit über 80 Prozent der ausstellenden IHM-Familie. Wir schöpfen aus diesem ungebrochen hohen Zuspruch der Branche Kraft und nehmen das als Motivation und Ansporn, die kommende Veranstaltung zu einem vollen Erfolg zu führen – mit vielen Neuerungen für Aussteller und Besucher, für alle, die Zukunftstrends im Handwerk suchen und diskutieren wollen.“

Auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und der Bayerische Handwerkstag (BHT) bedauern den erneuten Ausfall der Veranstaltung, sehen aber in der jetzigen Phase der Pandemiebewältigung keine andere Möglichkeit.

Dazu ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer: „Die Entscheidung zur Absage ist uns sehr schwergefallen, denn unsere Handwerksbetriebe brauchen Messen, um ihre Produkte, Innovationen und Dienstleistungen zu präsentieren und die Kontakte zur Geschäftsanbahnung zu nutzen. Nach dem vergangenen Jahr wäre das für die Betriebe wichtiger denn je gewesen. Und als Wirtschafts- und Gesellschaftsbereich fehlt uns diese zentrale Plattform zur Darstellung unserer Leistungsfähigkeit in Verbindung mit politischen Diskussionsforen wie dem „Münchener Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft“ mit der Bundeskanzlerin. Jetzt jedoch blicken wir in die Zukunft und richten unseren Fokus auf die IHM 2022, die dann endlich wieder positive Impulse für das gesamte Handwerk setzen wird.“

Schaufenster für Handwerker bleibt leer

BHT-Präsident Franz Xaver Peteranderl ergänzt: „Die erneute Absage der IHM ist ein harter Schlag für das bayerische Handwerk und angrenzende Wirtschaftszweige. Dass das ‚Schaufenster des Handwerks‘ ein weiteres Jahr leer bleibt, bedeutet nicht nur einen finanziellen, sondern auch ideellen Schaden. Die IHM zeigt den Besuchern, wie vielfältig das Handwerk ist und welche Chancen z.B. die Digitalisierung bietet. Auf der Sonder- und Aktionsschau ‚Young Generation‘, die normalerweise zeitgleich unter dem Dach der IHM stattfindet, gibt es für Jugendliche, Eltern und Lehrer eine Fülle an Infos zur Ausbildung im Handwerk. Da ohne Berufsorientierung ein weiteres schwieriges Jahr auf dem Lehrstellenmarkt droht, müssen wir einen Ersatz für die ‚Young Generation‘ finden.“ Die nächste IHM ist vom 09.-13. März 2022 auf dem Messegelände München geplant.

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