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Gitterkonstruktion aus Holz

Die begehbare Installation TUMwoodHUB wird auf dem IHF 2019 in Innsbruck vorgestellt (Fotos: TUMwood)

Studierende des Masterstudiengangs Architektur der Technischen Universität München haben mit Meisterschülern des Zimmererhandwerks der städtischen Fachschule für Bautechnik München das TUMwoodHUB entwickelt. Die begehbare Installation wird beim Internationalen Holzbauforum 2019 erstmalig vorgestellt.

TUM.wood ist eine Kooperation von inzwischen elf Professuren der Technischen Universität München, die sich auf unterschiedlichsten Ebenen mit dem Thema Holz befassen. Das Spektrum reicht von der Forstwirtschaft und der Holzernte über die Materialforschung von Holz, Holzwerkstoffen und biogenen Polymeren über die Untersuchung innovativer Baukonstruktionen bis hin zur Entwicklung materialgerechter Gebäudetypologien zeitgemäßer Holzarchitektur. Die Partnerschaft stellt eine Kompetenzbündelung für Fragestellungen aus Wissenschaft, Architektur, Forst- und Holzindustrie und der Baupraxis dar. Der Mehrwert für Forschung und Lehre besteht in verschiedenen, disziplinübergreifenden Projekten zu Grundlagen und Anwendungen des Materials Holz. Die Ausbildung für wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich Forst und Holz wird gestärkt. Die gesellschaftliche Wahrnehmung der Ressource Holz wird intensiviert und es besteht eine zentrale Informationsstelle für die Fachwelt und darüber hinaus für Behörden, Politik und Medien.

 TUMwoodHUB

Im Rahmen der Seminarreihe ‚Sonderthemen des Holzbaus’ an der Professur Entwerfen und Holzbau entwickelten Studierende des Masterstudiengangs Architektur der TUM in Kooperation mit Meisterschülern des Zimmererhandwerks der städtischen Fachschule für Bautechnik München eine Raumstruktur das TUMwoodHUB. Die Verwendung innovativer und/ oder traditioneller Methoden die den Holzbau ganzheitlich repräsentieren stehen dabei im Fokus.

Nahansicht Knotenpunkt von der Gitterkonstruktion

Der Knotenpunkt von TUMwoodHUB wurde von Studierenden und Meisterschülern eigens entwickelt. Um konstruktiv-entwerferischen Themen zu entsprechen, ist der Knoten lösbar konzipiert

Die begehbare Installation besteht aus etwa 800 lfm Fichtenstäben im Querschnitt 40×40 mm, die sich im Raster von 35 cm in einem Punkt treffen und so eine dreidimensionale Gitterstruktur formen. Der Knotenpunkt wurde von Studierenden und Meisterschülern eigens entwickelt. Um konstruktiv-entwerferischen Themen, wie der Möglichkeit des schnellen Auf-und Abbaus, des einfachen Transports und eines möglichst knappen Lagervolumens in abgebauten Zustand zu entsprechen, ist der Knoten lösbar konzipiert. Flächig vorproduzierte Rahmenelemente sind durch Querstäbe verbunden, die mit einem ‚Holz in Holz’ -Verbinder aus Eiche gesichert werden. Die Knotenverbindung – eine mehrfach ausgeklinkte Überblattung – folgt dabei einer durchaus traditionellen Methode, ist allerdings in der Häufigkeit ihrer Wiederholung (781 Knotenpunkte) nur mit modernen Fertigungsmethoden wirtschaftlich herstellbar.

Das TUMwoodHUB wird im Rahmen des Internationalen Holzbauforums 2019 in Innsbruck erstmalig vorgestellt. Es repräsentiert zukünftig die TUM.wood Gruppe und wird ihre Außenwirksamkeit weiterbefördern. Unterstützt wird Realisierung durch das Staatl. Berufliche Schulzentrum in Immenstadt und das Holzforum Allgäu e.V.

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