Werbung
 
Werbung
Pavillon; Bundesgartenschau

Noch bis 6. Oktober können Besucher die Pavillons auf der BUGA 2019 erkunden (Foto: ICD Stuttgart)

Am 17. April 2019 öffnete die Bundesgartenschau 2019 (BUGA) in Heilbronn ihre Pforten. Ein Teil der größten Gartenausstellung Deutschlands sind die bionischen Forschungspavillons der Universität Stuttgart. Die Schalenkonstruktion der Pavillons besteht aus 376 maßgeschneiderten Einzelsegmenten, die digital geplant und ausschließlich von Robotern gefertigt wurden. Wie ein dreidimensionales Puzzle wurden die Segmente bei der BUGA in nur 10 Tagen zu einem Pavillon mit 30 Metern Spannweite zusammengebaut.

Roboter; Holznägel

Ein Roboter verarbeitete rund 18 000 Holznägel in der Konstruktion (Foto: ICD Stuttgart)

Roboterarm verarbeitete die Holznägel

Um Standzeiten in der Roboterfertigung zu vermeiden, wurden zusätzlich zum Klebstoff LignoLoc Holznägel eingeschossen, die die Formteile bis zur Aushärtung des Klebers fixierten. 18 000 Buchennägel verarbeitete ein Roboterarm in der Konstruktion, ohne dabei das Flächengewicht übermäßig zu beeinflussen. Auch beim anschließenden Hochpräzisionsfräsen der Segmente konnten die Nägel mitbearbeitet werden. Die so entstandenen Leichtbausegmente wurden durch Fingerzinken miteinander verbunden und funktionieren als formaktives Tragwerk. Noch bis 6. Oktober 2019 können Besucher den Holz-Pavillon und den Faser-Pavillon – ein weiteres Projekt der Universität Stuttgart – auf der BUGA 2019 erkunden. Anschließend kann die Konstruktion rückgebaut und an anderer Stelle wieder aufgestellt werden.

Verwandte Beiträge