Bücherei Kressbronn

Die Bücherei Kressbronn ist einer von vier Preisträgern des Deutschen Holzbaupreises 2019 (Foto: Brigida-Gonzàlez)

Vier Bauwerke – drei Neubauten und ein Gebäude der Kategorie „Bauen im Bestand“ – zeichnet die Fachjury in diesem Jahr mit dem Deutschen Holzbaupreises 2019 aus. Die Jury unter Leitung von Professor Werner Sobek hatte 157 Arbeiten bewertet, die von Neubauten über Gebäudesanierungen bis zu neuen Entwicklungen auf dem Produktsektor reichten. Als Sieger gehen das Studentenwohnheim „Woodie“ in Hamburg, das Thüringer Forstamt Jena-Holzland in Stadtroda, das Gründerlabor in Würzburg und der Umbau der Bücherei in Kressbronn hervor. Neben einem Forschungsvorhaben erhalten zudem zehn weitere Bauwerke eine Anerkennung.

Thüringer Forstamt, Jena

Neben der Bücherei wurde auch das Thüringer Forstamt in Jena ausgezeichnet (Foto: Thomas Eicken Eckenfotografie)

Preisverleihung auf der Ligna 2019

Peter Aicher, Vorsitzender von Holzbau Deutschland, unterstrich „Klima- und ressourcenschonender als mit Holz kann man kaum bauen. Die eingereichten Bauwerke gehören zum Besten, was der deutsche Holzbau in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Besonders beeindruckt hat mich, wie wichtig es den Hochschulen und den Studierenden ist, sich mit Lösungsvorschlägen zu gesellschaftlich wichtigen Themen wie Klimaschutz oder Wohnraumversorgung einzubringen.“

Die Preisverleihung fand am 28. Mai 2019 auf der Ligna in Hannover statt und war gleichzeitig Startschuss für die von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Ausstellung „Holz.Bau.Architektur“, die neben allen ausgezeichneten Arbeiten des Holzbaupreises 2019 auch die Preisträger des Hochschulpreises Holzbau 2019 vorstellt und auf die Reise quer durch Deutschland geht.

Gründerlabor; Würzburg

Das Gründerlabor in Würzburg darf sich ebenfalls über den Deutschen Holzbaupreis freuen (Foto: Thomas Ott)

Jury kürt Preisträger des Hochschulpreises Holzbau 2019

Beim Hochschulpreis Holzbau 2019 bekommen das Institut für Baukonstruktion (IBK2) an der Universität Stuttgart und die Fakultät für Architektur und Gestaltung an der HTWG Konstanz jeweils den ersten Preis. Der dritte Platz geht ebenfalls an das IBK2 der Universität Stuttgart. Die Jury unter dem Vorsitz von Professor Tom Kaden hatte die Gewinner aus insgesamt 62 eingereichten Arbeiten von 32 Lehrstühlen an deutschen Universitäten ausgewählt. Erstmals werden zusätzlich auch drei Sonderpreise vergeben. Beide Preise stehen unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

„Die Gebäude die wir heute planen und bauen, müssen den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen gerecht werden“, sagte Staatssekretärin Anne Katrin Bohle in ihrem Grußwort. „Durch sozial verantwortliches und ökologisches Bauen schaffen wir zum einen den dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum und zum anderen leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Die Preisträger geben hierzu architektonisch und ökologisch überzeugende Antworten.“

Weitere Bilder zu den einzelnen Preisträgern finden Sie in einer Bildergalerie.

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