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Gruppenfoto Geschäftsleitung Egger

Die Egger-Gruppenleitung mit Walter Schiegl, Thomas Leissing und Ulrich Bühler (v. l.) blickte auf ein stabiles Geschäftsjahr zurück

Von einem erfolgreichen und herausfordernden Geschäftsjahr 2018/2019 berichtete die Egger Gruppe in ihrer Jahrespressekonferenz. Diese fand am 25. Juli 2019 am Stammsitz in St. Johann in Tirol statt.

Die Egger Gruppenleitung zeigt sich zufrieden mit dem im Geschäftsjahr 2018/2919 erzielten Umsatz von 2.841,5 Millionen Euro (+5,6 Prozent zum Vorjahr) und dem bereinigten operativen Ergebnis von 425 Millionen Euro (-4,7 Prozent zum Vorjahr). Die Eigenkapitalquote liegt auf dem weiterhin hohen Niveau von 36,8 Prozent (Vorjahr: 40,8 Prozent). Die produzierte Menge an Rohplatten inklusive Schnittholz konnte auf 8,8 Millionen Kubikmeter (+3,5 Prozent) gesteigert werden, was eine Vollauslastung aller primären Produktionskapazitäten bedeutet. Gruppenweit beschäftigte Egger im vergangen Jahr durchschnittlich 9.481 Mitarbeiter.

 Wachstum im westeuropäischen Markt

 In der zweiten Jahreshälfte 2018 verlangsamte sich das Wachstum der Weltwirtschaft und insbesondere im Euroraum. Auch die Bauwirtschaft wächst derzeit langsamer als prognostiziert. Für Egger waren jedoch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Marktumfelder in den wesentlichen Märkten in Europa sowie in Russland insgesamt zufriedenstellend und ermöglichten eine stabile Entwicklung. Der für das Unternehmen wesentlichste geografische Markt ist Westeuropa, und hier vor allem Deutschland mit der dort stark vertretenen Möbelindustrie. Der westeuropäische Markt mit einem Umsatz von 1.672 Millionen Euro (+4,7 Prozent) ist auch im Geschäftsjahr 2018/2019 gewachsen und hat damit 58,9 Prozent der Umsatzerlöse erwirtschaftet.

Rückläufige Umsätze in der Türkei

Die Märkte Zentral- & Osteuropa sowie Russland erzielten ebenfalls einen stabilen Umsatzanteil von 29,5 Prozent, wobei sich dort neben rückläufigen Umsätzen mit Fußboden-Produkten in der Türkei auch die sinkende Nachfrage bei OSB negativ auswirkten. Insgesamt konnte dies allerdings durch eine Steigerung des Absatzes bei Fußboden- und Innenausbauprodukten in Russland und durch Umsatzzuwächse in anderen Verkaufsgebieten der Region kompensiert werden.

Herausforderung Argentinien

Außereuropäische Länder spielen eine wachsende Rolle für Egger. Sie machten im 2018/2019 mit 330 Millionen Euro (+10 Prozent zum Vorjahr) 11,6 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Dabei waren die Umsätze des neuen Werks in Argentinien hinter den Hoffnungen zurückgeblieben: „Der für uns neue argentinische Markt war sehr herausfordernd, da er von einer sehr hohen Inflation und dem Währungsverfall des Argentinischen Peso und der damit einhergehenden wirtschaftlichen Rezession geprägt war“, erklärt Ulrich Bühler, Egger Gruppenleitung Vertrieb/Marketing. Im Geschäftsjahr 2018/2019 tätigte Egger Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in der Höhe von 489,1 Millionen Euro (Vorjahr: 483,8 Millionen Euro).

Positiver Ausblick für 2019/2020

Im nun laufenden Geschäftsjahr gilt es für Egger, die Ergebnispotenziale der getätigten Investitionen auszuschöpfen. Thomas Leissing zeigt sich dafür zuversichtlich: „Obwohl in den letzten Monaten eine schwächere Konjunkturentwicklung in manchen unserer Märkte bemerkbar war, ist unser Ausblick für das Geschäftsjahr 2019/2020 positiv. Wir werden mit unserer wettbewerbsfähigen industriellen Basis an unseren aktuellen Ergebnissen anschließen können.“

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