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Fachdialog Nachhaltiger Holzbau; Referenten

Die Organisatoren des Fachdialogs „Nachhaltiger Holzbau“ Katharina Gamillscheg, Stellvertretende GD Holz-Geschäftsführerin, (3. v. r.) und Thomas Schwilling, Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, (r.) mit den Referenten (v. l. n. r.) Stefan Schautes, HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH Berlin, Tom Kaden, Kaden und Lager GmbH, Denny Ohnesorge, DHWR-Geschäftsführer, und Ulrich Bick, Thünen Institut für Internationale Waldwirtschaft und Forstökonomie Hamburg (2. v. r.) (Foto: GD Holz / Kollaxo)

Rund 140 Teilnehmer folgten der Einladung des Gesamtverbands Deutscher Holzhandel e.V. (GD Holz) zum 3. Fachdialog „Nachhaltiger Holzbau“ am 3. Mai 2019 nach Berlin. Die Landesregierung von Berlin will den nachwachsenden Baustoff Holz verstärkt bei der Errichtung von öffentlichen und privaten Gebäuden einsetzen und alle damit verbundenen Vorteile – u.a. im Klimaschutz – nutzen. „Insbesondere bei den geplanten Neubauten von Schulen mit einer Investitionssumme von rund 5,5 Milliarden Euro geht die Senatsumweltverwaltung davon aus, dass der Holzbau eine wichtige Rolle wahrnehmen wird“, sagte Benjamin Bongardt, Referatsleiter der Senatsverwaltung.

Benjamin Bongardt, Referatsleiter der Senatsverwaltung Berlin, sprach über den Holzbau in Berlin (Foto: GD Holz / Kollaxo)

Holzbau mit großem Potenzial in Berlin

Auch beim Berliner Wohnungsbau stößt der moderne Holzbau auf ein großes Potential. Architekt Stefan Schautes informierte die Teilnehmer über das Ziel Berlins, jährlich 6000 Wohneinheiten fertigzustellen. Dabei sei der Holzbau sei zwar nicht preisgünstiger, jedenfalls was die anfänglichen Investitionskosten betrifft, bewähre sich aber durch die schnelle Ausführung dank hoher Vorfertigung und durch effiziente Wohngrundrisse mit schlanken (Außen-)Wänden. Auch ein hochwertiges Wohnklima und die leichte Um- und Rückbaubarkeit in späteren Jahren seien weitere Vorteile des Holzbaus.

„Förderinstrumente für den Holzbau – Best practice-Beispiele“ stellte Denny Ohnesorge, Geschäftsführer des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR), vor. Er benannte die Kategorien von Fördermaßnahmen und stellte nationale und internationale Programme vor. In Schweden etwa bewirkten staatliche Fördermaßnahmen zwischen 2000 und 2017 einen rasanten Anstieg der Marktanteile: von 1 auf 21 Prozent bei mehrgeschossigen Wohnbauten oder von 5 auf 40 Prozent bei Hallen. Das politische Statement wirke laut Ohnesorge marktaktivierend und nachhaltig. „Der Holzbau benötigt die Unterstützung der Politik auch in Berlin und Brandenburg“, so Ohnesorge. Die noch unterdurchschnittliche Holzbaustruktur könne durch ein Clustermanagement, durch eine ländergreifende Strategie für Berlin und Brandenburg und Förderkonzepte gezielt entwickelt werden.

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