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ZimmerMeisterHaus Führungswechsel

Die neue ZMH Führungsriege mit dem scheidenden Geschäftsführer Wilhelm Bauer (v.l.): Geschäftsführer Matthias Schlosser, Präsident Holger Kappler, Wilhelm Bauer, Erster Vizepräsident Hubert Barth, Zweiter Vizepräsident Michael Huber (Foto: Mohr/ZMH)

165 Tagungsteilnehmer trafen sich vom 30. September bis 2. Oktober in Schwäbisch Hall zur Herbsttagung von ZimmerMeisterHaus. Es standen wichtige Veränderungen an: Geschäftsführer Wilhelm Bauer wechselte in den Ruhestand, der bisherige Präsident Matthias Schlosser trat seine Nachfolge an. Holger Kappler wurde zum neuen Präsidenten gewählt.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch Matthias Schlosser begann das Tagungsprogramm in der alten Fassfabrik in Schwäbisch Hall mit einem Vor-trag von Pirmin Jung, der seinen neuen Firmensitz „Haus des Holzes“ als Beispiel für einen „wegweisenden Holzbau“ vorstellte. Als wegweisend erwies sich das Projekt vor allem mit einer Entwicklungs- und Planungsphase, in der alle Beteiligten inklusive der Bauherrschaft noch vor dem ersten Spatenstich in einen umfassenden VDC- (Virtual Design und Construction) und BIM-Prozess einbezogen wurden. Das in diesem Rahmen erschaffene Regelwerk kann für Birgitta Schock, Jury-Präsidentin des ARC-Awards, „als Standard für alle Projektdokumentationen gelten“.

Im Anschluss an diese außergewöhnliche Projektvorstellung stellte Walter Bauer, Geschäftsführer der ZMH-Manufaktur Bauer Holzbau, zusammen mit seinem Architekten Frank Schneider sein neues Bürogebäude und mehrere Wohnbauprojekte vor, bei denen sein Unternehmen als Bauträger aktiv war. Fazit: Wenn man sich mit seinen Wohnobjekten dank hochwertiger Architektur und attraktiven Wohnkonzepten vom allgemeinen Markt absetzt, ist die Bauträgertätigkeit ein attraktives Geschäftsmodell.

Auf Kurs Wachstum trotz Corona

Noch-Vizepräsident Holger Kappler ließ im Anschluss ein Jahr Revue passieren, das trotz der Corona-Beschränkungen durch rege Aktivität geprägt war. Ziel war es dabei, gemäß der Agenda „ZMH 2020+“ das ZimmerMeister-Haus-Netzwerk und darin die einzelnen Manufakturen weiter zu stärken. Da-zu gehört in naher Zukunft auch die Einrichtung eines technischen Ausschusses, der die Manufakturen vor allem im Wachstumsmarkt Objektbau unterstützen soll. Als Experten konnte die Gruppe für diesen Bereich den Holzbau-ingenieur Ralf Stoodt gewinnen. Letzgenannter sieht Schwerpunkte seiner künftigen Tätigkeit in einer kontinuierlichen Zusammenarbeit mit den Manufakturen, im Aufbau eines Experten-Netzwerks, in der Erstellung und permanenten Weiterentwicklung eines Bauteil- und Detailkatalogs und in der Mitarbeit in verschiedenen Ausschüssen.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die feierliche Verabschiedung von Wilhelm Bauer, der die Gruppe zwei Jahrzehnte geführt hat und maßgeblich an ihrer positiven Entwicklung in diesem Zeitraum beteiligt war. Seine Nachfolge als Geschäftsführer von ZimmerMeisterHaus übernimmt Matthias Schlosser, seit Herbst 2019 Präsident der Gruppe. Zum neuen Präsidenten wählten die Mitglieder den amtierenden Vizepräsidenten Holger Kappler, als neuer zweiter Vizepräsident rückte Michael Huber von der ZMH-Manufaktur Huber Holzbau aus der Vorstandschaft ins Präsidium nach.

Ein abschließendes Highlight erwartete die Tagungsteilnehmer am Samstagvormittag mit dem Vortrag von Prof. Dr. Dr. H.C. Hans Joachim Schellnhuber. Seine Kernaussagen in puncto Holzbau: Will man den Klimawandel auf ein halbwegs akzeptables Maß beschränken, ist im jetzigen fortgeschrittenen Stadium eine zusätzliche CO2-Extraktion aus der Atmosphäre erforderlich. Eine hervorragende Stellung kommt bei dieser Zielsetzung dem Holzbau zu, der CO2 aus der Atmosphäre langfristig in Gebäuden bindet. Vor diesem Hintergrund sollte der Massivbau weitgehend durch den Bau von Holzgebäuden substituiert werden.

Informativ und unterhaltsam

Wie immer nutzten die Mitglieder das Rahmenprogramm, zu dem eine Stadtführung, eine Brauerei- und eine Dachstuhlbesichtigung, Firmenbesuche bei Schaffitzel und Bauer Holzbau sowie ein Hällischer Abend gehörten, um sich im persönlichen Gespräch intensiv mit Kollegen und Marktpartnern auszutauschen. So sind über die Jahre viele intensive Freundschaften innerhalb der Gruppe entstanden – für viele ein wichtiger Anlass, die hin und wieder weiten Wege zu den Treffen zurückzulegen. Die begleitende Ausstellung der Marktpartner wurde ebenfalls von vielen Teilnehmern genutzt, um sich zu informieren und langfristige Beziehungen zu pflegen.

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