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Gruppenbild proHolz Schwarzwald

Referenten und Veranstalter beim Symposium „Holz, Mensch, Raum“ (v.l.): Elias Wahl (Clustermanager proHolz Schwarzwald), Dieter Soth, Ralph Eckert, Carl-Walter Roth (Leiter Geschäftsstelle Holzkette Schwarzwald), Arne Folger, Eva Bodemer und Michael Hafner (Beiratsvorsitzender proHolz Schwarzwald), Foto: Matthias Reinbold

Der Holzbau kann durchaus in die Breite und die Höhe gehen – emissionsarm und barrierefrei. Diesen Eindruck vermittelten die Referenten während des Symposiums „Holz, Mensch, Raum“ am 19. September 2019 in Titisee-Neustadt. Die Veranstaltung wurde von der Holzkette Schwarzwald e.V. und von dem Cluster proHolz Schwarzwald ausgerichtet.

Neben der Frage, ob und wie man mit Holz in die Höhe bauen kann, war auch ein Thema, welche Holzarten dafür geeignet sind. Hier stellte Arne Folger (Pollmeier Massivholz GmbH & Co. KG) die Einsatzmöglichkeiten von BauBuche vor. Zur Anwendung kommt dabei im Unternehmen eine neue Verfahrenstechnologie, die es erlaubt, diesen Hightech-Werkstoff beinahe ohne Material- und Werteverlust wirtschaftlich herzustellen. BauBuche überzeuge dabei nach Ansicht von Folger mit hoher Tragfähigkeit, schlanken Dimensionen und Ästhetik im konstruktiven Holzbau. Das Unternehmen sei weltweit der einzige Hersteller von Buchenfurnierschichtholz. Und wichtig sei dabei, dass die Rohstoffe ausschließlich aus regionalen und nachhaltig bewirtschafteten Wäldern bezogen werden.

Brandschutz und Emissionen

Die derzeit überall geführte Diskussion über platzsparendes Bauen beschäftigte natürlich auch die rund 60 Teilnehmenden des Symposiums. Lösungen hierfür können im Mehrgeschossbau liegen und kommen nun im Holzbau immer öfter zur Ausführung, wie Ralph Eckert (Geschäftsführer Lignotrend Produktions GmbH) berichtete. Ein häufiger Vorbehalt dabei betrifft den Brandschutz. Dieser kann aber nach Einschätzung von Eckert mit guter Planung gleichwertig oder sogar besser als bei herkömmlicher Bauweise gewährleistet werden. Sein Unternehmen hat hierfür in Kooperation mit anderen Herstellern entsprechende Konzepte entwickelt. Darin enthalten ist auch die Thematik des Schallschutzes.

In den Diskussionen um die Verwendung von Holz in Bauvorhaben hat sich in jüngster Zeit immer wieder die Frage nach den Emissionen gestellt. Eva Bodemer (Technische Universität München) stellte in ihren Ausführungen einige Studien aus dem In- und Ausland vor, die aufzeigen, wie sich die Verwendung von Holz im Innenbereich auswirken kann. Darin – so ihre Botschaft – sei klar erkennbar, dass das Wohlbefinden der Menschen in Räumen – Raumklima – mit Holz deutlich überwiegt.

Bauen ohne Barrieren

Die Herausforderungen des generationengerechten Bauens betreffen alle Handwerksbereiche – und damit natürlich die Holzbaubranche. Dieter Soth (Soth Consult) schilderte eindrucksvoll, wie hoch in diesem Bereich die Investitionsbereitschaft in barrierefreies Bauen sei.  Er ermunterte die Teilnehmenden, schon „vorsorglich“ bei der Planung auf diese Thematik zu achten, um spätere kostspielige Umbauten zu vermeiden. Bei Bauvorhaben gilt es deshalb, auch die jüngeren Kunden für das Thema zu sensibilisieren. Aber auch die Gestaltung der Arbeitsplätze sei wichtig. Diese sollten angesichts der längeren Lebensarbeitszeit der Mitarbeiter künftig ebenfalls angemessen gestaltet werden. In den lebhaft geführten Diskussionen der Teilnehmenden während der Veranstaltung wurde deutlich, dass das Thema Holz mittlerweile überall einen hohen Stellenwert besitzt und eine hohe Innovationskraft entwickelt hat.

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