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Schwieriges Marktumfeld, erfreuliche Firmenkonjunktur: Christoph Hugenberg, Vorsitzender der Geschäftsführung Roto DST, ist mit dem Wirtschaftsjahr 2019 zufrieden (Foto: ROTO)

„Da wir von den Märkten keinen Rückenwind erhalten, müssen wir für ihn schon selbst sorgen. Das gelingt uns auch 2019 per saldo gut.“ So fasste Christoph Hugenberg Mitte November während des 14. internationalen Roto-Fachpressetages die aktuelle Entwicklung der Division Dachsystem-Technologie (DST) zusammen. Wie der Vorsitzende der Geschäftsführung des Wohndachfenster-Produzenten an dessen Hauptstandort in Bad Mergentheim erklärte, schlage sich das in einem „moderaten Umsatzanstieg“ gegenüber dem Vorjahr nieder.

Roto DST geht davon aus, dass Sanierungen wieder zulegen (Foto: ROTO)

Erhebungen des B+L-Institutes zufolge legte das generelle Bauvolumen in West- und Osteuropa in den nächsten Jahren nur gering zu. Es gebe jedoch die Hoffnung, dass sich das bisher überwiegend vom Neubau getragene Wachstum wieder mehr in Richtung des für Roto relevanten Sanierungsmarktes verschiebe. Darauf deute eine Wohnungsbau-Studie hin, die für wichtige Kernländer zum Teil erheblich größere Sanierungs- als Neubauinvestitionen ausweise. Das gelte speziell für Deutschland, aber auch z. B. für Italien, Großbritannien und Frankreich.

Der Blick auf die Verkaufszahlen bei Dachfenstern zeige indes ein „eher ernüchterndes Bild“. Danach gingen sie in Europa von 2012 bis 2018 kräftig zurück. Das beruhe auf der Flachdach-Dominanz im Neubau, während Dachfenster überwiegend in der Renovierung eingesetzt würden. Deutschland sei hier zwar immer noch die Nummer 1, habe jedoch zugunsten von Frankreich an Terrain verloren.

In diesem eher schwierigen Marktumfeld verzeichnete Roto DST laut Hugenberg eine „erfreuliche Firmenkonjunktur“. Ende September 2019 gab es für Deutschland ein „gutes einstelliges Umsatzplus“, das u. a. einem „optimierten Produktmix“ zu verdanken sei. Der Jahresverlauf war nach seinen Worten durch ein starkes erstes Quartal, zwei schwache Monate (Mai und Juni) und ein wieder erfolgreiches drittes Quartal geprägt.

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