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Vor einigen Tagen erteilte das Deutsche Institut für Bautechnik die Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für Stützen aus Brettschichtholz (BS-Holz) zur Einspannung durch Verguss in Stahlbetonfundamente. Antragstellerin war die Studiengemeinschaft Holzleimbau e.V.

BS-Holz-Stützen dürfen nach dieser Zulassung unmittelbar durch Verguss in Stahlbetonfundamente eingespannt werden, wenn der Einspannbereich mit einer glasfaserverstärkten Beschichtung aus Epoxidharz oder durch einen dichten Blechmantel gegen Feuchtigkeit geschützt wurde. Das System ist bereits seit 1984 bauaufsichtlich zugelassen; der Feuchteschutz hat sich in Hunderten von Anwendungen bewährt. Die Stützen kamen insgesamt bislang aber nur selten zum Einsatz, da sie im Einspannbereich nicht auf Biegung infolge ständiger Belastungen beansprucht werden durften. Zudem wurden unabhängig vom vorhandenen Einspannmoment relativ große Einspanntiefen gefordert.

Auf der Basis eines Forschungsprojektes der Universität Wuppertal konnte nun sowohl der Nachweis einer Eignung für Momente aus ständigen Belastungen geführt wie auch ein Berechnungsverfahren entwickelt werden, das geringere Einspanntiefen in die Fundamente erlaubt.

Der Einsatzbereich der Stützen wächst damit erheblich. Zu den Konstruktionen, bei denen nach der neuen bauaufsichtlichen Zulassung  eingespannte Holzstützen verwendet werden dürfen, gehören wirtschaftliche, symmetrisch aufgebaute Binder- und Rahmenkonstruktionen mit beidseitig eingespannten Stützen. Diese können nun zum Beispiel in Salzlagerhallen von Straßenmeistereien zum Einsatz kommen. BS-Holz war für die Salzlagerung schon immer das Baumaterial der Wahl. Es korrodiert es nicht und garantiert eine dauerhafte Konstruktion. Die zugelassene stahlfreie Einspannung stellt eine ideale Ergänzung dar.

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