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Grafik geplantes Prueflabor ift Rosenheim

So wird das neue Prüflabor Bauakustik + Fassaden des ift Rosenheim nach der Fertigstellung aussehen. Der Start für den Laborbetrieb ist für die zweite Jahreshälfte 2020 geplant (Fotos: ift)

Das ift Rosenheim errichtet ein neues Prüflabor Bauakustik + Fassaden „Am Oberfeld,“ in der Nähe des Technologiezentrums. Auf 1.440 m² sollen dort ab der zweiten Jahreshälfte 2020 bauakustische Eigenschaften sowie Luft-/Schlagregendichtheit,Windlast, Stoßfestigkeit, Erdbebensicherheit und Klimawechsellasten geprüft werden.

Die Prüfungen können nach DIN, EN und ISO-Normen sowie nach amerikanischen und britischen Standards durchgeführt werden. Die Konzeption des Labors und die Herstellung aller Prüfgeräte erfolgt durch die ift MessTec GmbH.

Bauakustische Prüfungen, Gutachten, Forschungs-/Normungsarbeit und die Entwicklung der Prüftechnik sind seit jeher ein Eckpfeiler des ift Rosenheim. Die Kompetenz, Kundenorientierung und Innovationsfreude der „ift-Schaller“ sind daher in der gesamten Baubranche gefragt. Das gleiche gilt für die Prüfung von Fassaden, denn viele Prüfverfahren für Fenster und Fassaden gehen auf Forschungsarbeiten des ift Rosenheim unter der Leitung von Prof. Seifert, Prof. Schmid und Prof. Sieberath zurück.

Prüfungen von internationalen Standards möglich

Am 9. Oktober 2019 erfolgte der Spatenstich für das neue Prüflabor Bauakustik + Fassaden des ift Rosenheim. Der Start für den Laborbetrieb ist für die zweite Jahreshälfte 2020 geplant. Die unmittelbare Nähe zum bereits bestehenden Technologiezentrum sowie zur Autobahn vereinfacht die Anlieferung der Probekörper sowie die Abstimmung und Betreuung von kombinierten und umfangreichen Prüfplänen.

Bei der Planung wurde darauf geachtet, dass Prüfungen auch nach internationalen Standards (EN, CWCT, ASTM u.v.m.) möglich sind. Das ift Rosenheim ist für diese Prüfverfahren durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) akkreditiert und kann mit dem Kooperationspartner UL so auch die notwendigen Nachweise und Zertifikate für die USA, Kanada und den arabischen Raum erstellen. Mit dem neuen Labor erfüllt das ift Rosenheim die Anforderungen von Kunden, Normung und Markt. Darüber hinaus spart die Abstimmung und Prüfung durch nur eine Prüf- bzw. Zertifizierungsstelle gerade bei internationalen Projekten Zeit und Geld.

Spatenstich für das neue Prueflabor ift Rosenheim. Sechs Maenner mit Spaten

Spatenstich für das ift-Prüflabor Bauakustik + Fassaden am 9. Oktober 2019 in Rosenheim. V.l.: Dieter Janshen (Fa. Goldbeck), Prof. Ulrich Sieberath (Institutsleiter ift Rosenheim), Oskar Anders (Vorstandsvorsitzender ift), Dr. Jochen Peichl (Geschäftsführer ift), Dr. Stefan Lackner (Stv. Vorstandsvorsitzender ift), Prof. Jörn P. Lass (Stv. Institutsleiter ift)

Zwei Prüfstände für das Fassadenlabor

Die neuen Prüfstände im Bauakustik-Labor kombinieren große Prüföffnungen mit großen Raumvolumina (deutlich über 100 m³) und erfüllen damit auch zusätzliche Anforderungen der EN ISO 10140-2 für Messungen im Niederfrequenzbereich sowie nach ASTM E 90. Beim Schall-Längsleitungsprüfstand wird durch die umlaufende Stahlbetonkonstruktion eine einfache Befestigung im Obergeschoß und eine geschoßweise Entkopplung möglich, so dass die projektbezogenen Besonderheiten bis zu einer Größe von 6 m x 4 m (B x H) optimal geprüft werden können. Eine professionelle Krantechnik ermöglicht das einfache Handling von bis zu 16 Tonnen schweren Wand-, Decken- und Raumelementen.

Für das Fassaden-Labor sind zwei Prüfstände geplant, mit denen sich schnell unterschiedliche Prüfkammern bis zu einer max. Breite von 12 m und einer Höhe von max. 12 m erstellen lassen. Ein Prüfstand wird als Stahlkonstruktion konstruiert, um die amerikanischen Prüfregeln zu erfüllen. Damit ergeben sich beste Voraussetzungen für die Abbildung von Standard- und Sonderkonstruktionen zur Prüfung von Luft-/Schlagregendichtheit, Pendelschlag (statisch/dynamisch), Stoßfestigkeit (von innen und außen), Erdbebensicherheit in 3 Achsen sowie Klimawechsellasten (‑18 °C bis 82 °C) – auch in Kombination.