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Der neue Gebäudekomplex des Campus der Technischen Universität München (TUM) im Olympiapark soll zu 80 Prozent aus Holz bestehen (Foto: Dietrich | Untertrifaller Architekten ZT)

Der Rück- und Neubau des Campus der Technischen Universität München (TUM) im Olympiapark feierte am 21. Mai 2019 unter Anwesenheit von Ministerialdirektorin Brigitta Brunner aus dem Bayerischen Bauministerium Richtfest. Auf einer Bruttogrundfläche von mehr als  42 000 m² und fast 19 000 m² Nutzfläche entstehen hier bis 2022 14 Sporthallen, 15 Fußballplätze, sieben Beachvolleyballfelder, 22 Tennisplätze sowie eine Hockey- und Golfanlage. Auch mehrere Hörsäle, Labore, Werkstätten, Büros sowie eine Cafeteria und eine Bibliothek werden errichtet. Mit zunehmender Lebensdauer traten bei den Bestandsbauten immer größere baukonstruktive und statische Mängel auf. Auch im Bereich des Brandschutzes gab es gravierende Schwachpunkte. Ein Rück- und Neubau der Anlage war unumgänglich.

Campus Olympiapark München

Die Holzelemente werden im Werk vorproduziert und vor Ort montiert (Foto: Buck Fotodesign)

Fertigstellung in zwei Bauabschnitten

Die Realisierung des Gebäudekomplexes erfolgt in zwei Bauabschnitten bei laufendem Betrieb. Nach dem Bezug der neuen Gebäudeteile werden im zweiten Abschnitt die Bestandshallen abgerissen, die Neubauten errichtet und die Außenanlagen erstellt.  „Licht, Frische und Großzügigkeit“: der Slogan der Olympischen Spiele München 1972 galt auch für den Entwurf des neuen Universitäts-Sportcampus im denkmalgeschützten Olympiapark. Der Neubau muss nach Anforderung des Bauherrn vom Baustoff bis zum Betrieb ressourcenschonend und energiesparend sein. Aus diesem Grund besteht der Gebäudekomplex zu 80 Prozent aus Holz.

Unter der Leitung von Rubner Holzbau Augsburg wurden für die Sporthallen, Institutsbereiche und die komplette Dachkonstruktion in Holzbauweise insgesamt 11 690 m² Dach- und Deckenelemente, 7430 m² Wandelemente, 610 m² Holz-Beton-Verbunddecken sowie rund 1000 m³ Brettschichtholz und 330 m³ Brettsperrholz produziert, vorgefertigt und in kurzer Zeit montiert. Nach der Fertigstellung nutzen rund 2400 Studierende sowie etwa 17 000 Sportaktive aller Münchner Universitäten und Hochschulen die Anlagen.

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