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Rubner Holzbau Sporthallen Berlin

In Berlin entstehen neun Dreifachsporthallen in Holzbauweise. Hier die Lily-Braun-Gymnasium Sporthalle (Foto: Hans Jürgen Landes)

Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie setzt auf die konstruktiven Vorteile der Holzbauweise. Im Rahmen der Initiative „Investitionen für bessere Bildung“ wurde die Errichtung von insgesamt neun Dreifachsporthallen in Auftrag gegeben. Rubner Holzbau realisiert die Projekte.

Die Architektenpartnerschaft scholl.balbach.walker zeichnet für den Entwurf und die Planung der Sporthallen verantwortlich, Rubner Holzbau realisiert die Projekte mit Gustav Epple als Generalunternehmer. DGI Bauwerk bearbeitet in der Projektsteuerung den gesamten Planungszyklus des Generalplaners sowie die Ausführung des Generalunternehmers nach den Richtlinien der Senatsverwaltung.

Im Berliner Energiewendegesetz ist die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand im Bereich Klimaschutz festgeschrieben. Die Stadt setzt sich bis zum Jahr 2045 das Ziel, klimaneutral zu sein. Die Entscheidung, die Sporthallen sowohl in Holz- als auch Typenbauweise zu errichten ist daher sowohl logisch als auch konsequent. Denn der Naturbaustoff Holz erlaubt es, Bauwerke so gut wie jeder Größenordnung vergleichsweise schnell, günstig und vor allem auch ökologisch nachhaltig zu errichten. Holz ist leicht, stabil, nachwachsend, wärmedämmend, brandsicher und schallabsorbierend.

Die Ausschreibung der neun Sporthallen schreibt vor, dass für die Konstruktion und Bauausführung Materialien und Bauteile zur Anwendung kommen sollen, die hinsichtlich Gewinnung, Transport, Verarbeitung, Funktion und Beseitigung eine hohe Gesundheits- und Umweltverträglichkeit sowie eine hohe Lebensdauer aufweisen. Das von Rubner für die Berliner Projekte verarbeitete Holz stammt ausschließlich aus PEFC-zertifizierten Forstbetrieben, vor allem aus dem österreichischen Wechselgebiet, einer der waldreichsten Regionen Europas. Ausschlaggebend für die Entscheidung der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie war schlussendlich auch, dass die Hallen mit Kosteneffizienz beim Bau, langfristiger Nutzungsqualität sowie minimiertem Wartungsaufwand punkten.

Rubner Holzbau Sporthallen berlin

Der Ingenieurholzbau ermöglicht die Realisierung aufsehenerregender Bauwerke (Foto: Hans Jürgen Landes)

Standardisierte Typenbauweise

Eine Besonderheit dieser Projekte ist die Realisierung der Sporthallen in Typenbauweise. Es handelt sich dabei um eine modulare Bauweise, bei der ein standardisiertes Tragwerk aus Brettschichtholz mit minimalem Aufwand an die jeweiligen städtebaulichen Situationen und verschiedenen Grundstückszuschnitte angepasst werden kann. Die Dreifeldsporthallen basieren auf demselben Entwurfskonzept mit drei Nutzungszonen (Halle, Geräteräume und Nebenräume) und wurden berlinweit weitgehend baugleich geplant – einige Gebäude sind minimal modifiziert, bei manchen ist der Grundriss gespiegelt. Diese typenhafte Wiederholung im Fertigungs-, Abwicklungs- und Bauprozess spart sowohl knappe Finanz- als auch Zeitressourcen.

Basis der Typenbauweise ist der hohe Grad der werksseitigen Vorfertigung in der Produktion von Rubner. Sämtliche Holzbauelemente werden im Werk mit durchgängig hoher Ausführungsqualität produziert sowie in festgelegter Reihenfolge für den Aufbau entsprechend vorbereitet, verladen und per Lkw just-in-time direkt zur jeweiligen Baustelle transportiert. „Im Gegensatz zu Massivbauteilen kommen die Holzbauteile bereits oberflächenfertig auf die Baustelle und müssen vor Ort nicht mehr nachbearbeitet werden,“ freut sich Michael Walker von scholl architekten partnerschaft scholl.balbach.walker gp. „Der Baustoff Holz trägt im Innen- und Außenraum zu dem unverwechselbaren Erscheinungsbild bei und schafft in der Halle eine warme und angenehme Atmosphäre.“ Die Errichtung durch das Montageteam von Rubner erfolgt unverzüglich, ein gewerkübergreifender Zeitplan stellt sicher, dass auch alle weiteren Arbeitsschritte frist- und fachgerecht umgesetzt werden.

Rubner Holzbau Sporthallen Berlin

Bei der Umsetzung standardisierter Objekte spielt der Ingenieurholzbau seine Stärken aus (Foto: Andreas Muhs)

Sportliches Timing

Aufgrund der Standardisierung und seriellen Abläufe ist es möglich, die Bauabwicklungsprozesse vor Ort kurz zu halten und die veranschlagten Zeiträume teilweise sogar zu unterbieten. Das ist insofern von Bedeutung, da im Schul- und Vereinssport sehr enge Zeitvorgaben für Bauarbeiten üblich sind – zumeist während der Sommerferien, wenn die konstruktiven Arbeiten den Schulbetrieb nicht stören. Rubner ist in der Lage, eine Berliner Typensporthalle im Zeitraum von rund lediglich elf Wochen zu realisieren – das umfasst den Aufbau und die Installation des Holztragwerks, Wand- und Dachelemente sowie die Montage der Holz-Glas-Fassade.

Dass die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie den Bau von neun Typensporthallen beauftragt, ist eine Chance, die Stärken der Holzbauweise unter Beweis zu stellen. Andreas Fischer, Geschäftsführer von Rubner Holzbau, geht ins Detail: „Holz ist das Baumaterial der Stunde – und Rubner ist der zuverlässige Partner für die entsprechenden architektonischen Herausforderungen. Bei diesen Projekten können wir zeigen, wozu der moderne Ingenieurholzbau, auch im urbanen Umfeld von Berlin, fähig ist.“ Aktuell (Stand: Anfang April 2022) sind bereits sechs der Typensporthallen vollständig umgesetzt, die drei weiteren Hallen sollen planmäßig bis Ende 2022 fertiggestellt sein.

Der Naturbaustoff Holz erlaubt es, Bauwerke so gut wie jeder Größenordnung vergleichsweise schnell, günstig und ökologisch nachhaltig zu errichten (Foto: Hans Jürgen Landes)

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