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Holzdach

Die sehenswerte Stallanlage, die ein Geflügelspezialist im bayerischen Geratsdorf errichten ließ (Fotos: Achim Dathe für Laumer Bautechnik/GIN)

Tierwohl, Umweltschutz und wirtschaftliche Interessen auf einen Nenner bringt eine Stallanlage, die ein Geflügelspezialist in Geratsdorf errichten ließ: 2019 entstanden dort drei neue Masthähnchenställe zur Bodenhaltung von bis zu 75 000 Tieren. Das weit gespannte Dachtragwerk wurde von Laumer Bautechnik stützenfrei mit Nagelplattenbindern ausgeführt.

Spätestens seit der Auszeichnung mit dem Deutschen Holzbaupreis 2017 zählt Laumer Bautechnik aus Massing zu den weit über Bayern hinaus bekannten Anbietern gütegeprüfter Tragwerkskonstruktionen. Gut 3000 Kubikmeter sortiertes Bauholz sowie 6000 Quadratmeter Nagelplatten verarbeitet der mittelständische Bauzulieferer im Jahr zu rund 5000 Tragwerksbindern. Das Unternehmen, das mit insgesamt 350 Fachkräften Elemente aus Beton oder Holz für Gebäude aller Art herstellt, gehört der Gütegemeinschaft Nagelplattenprodukte (GIN, Ostfildern) an und darf das RAL-Gütezeichen 601 „Nagelplattenprodukte“ sowohl für die Fertigung als auch für die Montage von Tragwerksbindern führen.

Bauvorhaben, an denen Laumer Bautechnik mitwirkt, zeichnen sich häufig durch architektonische Besonderheiten aus – wie etwa durch den Wintergarten-Anbau, der die drei baugleichen Masthähnchenställe im bayerischen Geratsdorf zu etwas Besonderem macht: Das weit gespannte Dachtragwerk der durchdachten Stallanlage wurde mit bauwerksspezifisch geformten Nagelplattenbindern freitragend ausgeführt; dem natürlichen Bewegungsdrang der Tiere stehen somit keinerlei Stützen im Wege. Planung und Statik der beeindruckenden Dachkonstruktion lagen in den Händen des Ingenieurbüros Laumer, das mit Laumer Bautechnik kooperiert. Pro Stall wurden für den Tragwerksbau 85 Kubikmeter sortiertes, technisch getrocknetes Nadelholz sowie 188 Quadratmeter Nagelplatten des Herstellers MiTek Industries verarbeitet.

Holzdach von unten

Das weit gespannte Dachtragwerk der durchdachten Stallanlage wurde mit bauwerksspezifisch geformten Nagelplattenbindern freitragend ausgeführt

Besonderes Stallbau-Konzept

„Für überdurchschnittliche Qualität muss man sich etwas einfallen lassen“, weiß Leonhard Groß, Inhaber der gleichnamigen Geflügelschlachterei mit Sitz im bayerischen Massing. Seine neuen Hühnerställe hat er deshalb nach einem besonderen, von ihm selbst entwickelten Konzept errichten lassen: Auffälliges bauliches Merkmal ist ein groß dimensionierter Kaltscharr-Raum, der in Geratsdorf südwestseitig an jede Stalleinheit angebaut ist: Dieser wintergartenähnliche Annex erstreckt sich über die volle Länge des Gebäudes und erweitert die Bodenfläche um eine stattliche Tageslichtzone. Den eingestallten Tieren bietet sich dadurch erheblich mehr Freiraum, als vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist.

„Während pro Geflügelstall bis zu 30 000 Tiere zulässig wären, sieht unser Konzept jeweils nur 25 000 Tiere sowie einen Wintergarten als zusätzlichen Auslaufbereich vor.“, sagt der Geflügelspezialist. Den Hühnern mehr Bewegungsfreiheit als üblich zu gönnen, wirkt sich nach seinen Worten positiv auf die Fleischqualität aus: „Wir produzieren und liefern Geflügelspezialitäten der Spitzenklasse. Dass man den Unterschied schmecken kann, kommt nicht von ungefähr, sondern resultiert aus unserem speziellen Haltungskonzept, das landauf, landab seinesgleichen sucht. Dafür, dass es den Tieren bei uns gut geht und sie sich wohlfühlen, verbürge ich mich mit meinem Namen.“, unterstreicht Leonhard Groß.

Ferige Halle von außen

Planung und Statik der beeindruckenden Dachkonstruktion lagen in den Händen des Ingenieurbüros Laumer, das mit Laumer Bautechnik kooperiert

Abluft dreifach gefiltert

Zu den baulichen Ausstattungsmerkmalen, auf die Leonhard Groß besonders stolz ist, zählt unter anderem der „Luftwäscher“. Mit dieser ausgeklügelten Lüftungstechnik wird die Abluft in drei Stufen gefiltert: Ein Staubvorabscheider hält beim Scharren und Laufen aufgewirbelte Partikel zurück, ein Geruchsfilter neutralisiert das stechend riechende Ammoniak, das von den Hinterlassenschaften der Tiere herrührt, und ein Kohlendioxidfilter in den Abluftkaminen reduziert den CO2-Gehalt. Der Effekt: Durch die permanente Filterung der Abluft wird die Umwelt praktisch nicht belastet. Wissenswertes über robuste Dachtragwerke aus gütegeprüften Nagelplattenbindern steht auf www.nagelplatten.de

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