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Grafik Hochhaus aus Holz in Freiburg

So soll „Buggi 52“, das achtgeschossige Holzbauprojekt in Freiburg-Weingarten, nach Fertigstellung im Mai 2021 aussehen (Foto: Sutter³ KG)

Mit dem Bau eines achtgeschossigen Holzbaus in der Buggingerstraße 52 in Freiburg-Weingarten wird zukunftsweisend gezeigt, wie Stadtentwicklung innovativ und auf alle Bereiche ausgerichtet funktionieren kann.

Projektentwickler Willi Sutter und seine Bauherrengesellschaft IG Klösterle hat gemeinsam mit der Stadt Freiburg, dem Architekten Jochen Weissenrieder und den ausführenden Betrieben ein Konzept entwickelt, dass nicht nur den Bereich der Grundversorgung des Stadtteils Freiburg-Weingarten abdeckt, sondern noch weitere wichtige Entwicklungen berücksichtigt. Er legt Wert darauf, festzustellen, dass die Baukosten (insgesamt elf Millionen Euro) nicht höher liegen wie bei der Massivbauweise. In der Bugginger Straße 52 am Else-Liefmann-Platz wird eine dreigruppige Kindertageseinrichtung mit einer großen Spiel- und Freifläche auf dem Flachdach über dem Einkaufsmarkt im Erdgeschoss gebaut. In den darüber liegenden sechs Stockwerken entstehen bis Ende Mai 2021 30 Mietwohnungen in unterschiedlichen Größen von 35 bis 80 m². Während der Keller und der Supermarkt in Betonbauweise errichtet werden sollen, werden die Räume der Kita und der Wohnungen vollständig mit Holz gebaut,  um für die Bewohner ein angenehmes Wohnklima zu schaffen. Auch Menschen aus der Notunterkunft und betreute Wohngruppen sollen hier eine Bleibe finden.

Knapp unter der Hochhausgrenze

Die am Bau beteiligten Partner haben ein Gebäude entwickelt, das in Deutschland seinesgleichen sucht: Es ist knapp 22 Meter hoch und liegt knapp unter der Hochhausgrenze. Selbst der Aufzugsschacht, das Treppenhaus, die Dämmung und die Außenfassade sind aus Holz. Dies alles wurde durch ein gemeinschaftliches Planen so möglich gemacht, dass das Gebäude mit einem Erstellungspreis im Bereich der konventionellen Bauweise verwirklicht wird. Die ressourcenschonende und ökologische Holzbauweise bedeutet aktiven Umweltschutz. Das Kohlendioxid (CO2), welches der Baum im Wald aufnimmt, bleibt auch im Bauholz dauerhaft gespeichert und wird nicht wieder in die Atmosphäre abgegeben. Ganz im Gegensatz zur konventionellen Bauweise, die für den Ausstoß von CO2 sorgt. Das Gebäude soll als erstes in Deutschland FSC-zertifiziert werden. Dafür bekam das Projekt den Landesinnovationspreis Holz und 400 000 Euro Förderung.

Cornelia Rupp-Hafner, Freiburg

 

 

 

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